Wohnraumkonzept weist Defizite auf
Dinslakener Grüne lehnen geplante Bebauung an der Südstraße ab

Die Nachfrage nach Wohnraum in Dinslaken bleibt hoch. Wohnraum in Dinslaken sei knapp und vergleichsweise teuer. Nach Meinung der Grünen in Dinslaken sei es zwar gut, dass die Stadt probiere mit neuem Wohnraum dem entgegen zu wirken, doch die geplanten Maßnahmen würden mehr neue Probleme schaffen als alte zu lösen. Dies werde an der Südstraße sehr deutlich.

Grünen Sprecher Patrick Voss erklärt dazu: “Wohnen und Leben muss in Dinslaken wieder für alle bezahlbar werden. Eine Verscherbelung wichtiger Grünflächen am Stadtrand für flächenfressenden Ein- bis Zweifamilienhausbau ist keine tragbare Maßnahme. Diese hat weder etwas mit vorausschauender Planung zu tun, noch löst es das Problem. Dinslaken ist zwar eine wachsende Stadt, es muss aber aufgehört werden zu glauben, dass auch Flächen wachsen. Wir können uns eine solche Verschwendung nicht weiter leisten!”

Die Grünen seien für neuen Wohnraum in Dinslaken, sofern er möglichst ohne neuen Flächenverbrauch auskomme. So könne durch Nachverdichtungsmaßnahmen viel neuer Wohnraum geschaffen werden, ohne wichtige Grünflächen aufzugeben. Technisch sei es unproblematisch möglich, auf den meisten innerstädtischen Gebäuden eine weitere Etage oben drauf zu bauen. Wichtig sei aber auch, dass Wohnraumentwicklung mit den Nachbarstädten abgesprochen wird.

Voss ergänzt: ”Unser Handeln in Dinslaken wirkt sich direkt auf unsere Nachbarstädte wie Duisburg und Oberhausen aus. Es darf nicht sein, dass Städte nur an ihre eigene Entwicklung denken und den Nachbarkommunen dadurch mitunter schaden. Deshalb braucht es ein regionales Wohnraumentwicklungskonzept, um wohnen in der gesamten Metropole Ruhr attraktiv und bezahlbar zu machen.”

Jonas Wischermann auf Listenplatz 4 für die Kommunalwahl ergänzt: “Zuletzt lag der Anteil öffentlich geförderten Wohnraums in Dinslaken bei nur knapp 7% - Tendenz sinkend. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, muss der Anteil des öffentlich geförderten Wohnraums bei Neubauprojekten also deutlich über dem aktuell von der Stadt angepeilten Wert von 30% liegen. Nur so können wir sicherstellen, dass in unserer Stadt ausreichend bezahlbarer Wohnraum verfügbar ist.”

Autor:

Niklas Graf aus Dinslaken

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