Wenn die Augen nicht zur Ruhe kommen
Nystagmus: Informationsvortrag an der VHS

Regina Eckner, leitende Lehrorthoptistin an der Universitätsaugenklinik Düsseldorf
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  • Regina Eckner, leitende Lehrorthoptistin an der Universitätsaugenklinik Düsseldorf
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Mit Nystagmus wird ein Augenzittern bezeichnet, das durch unwillkürliche Augenbewegungen zum Ausdruck kommt. Es kann angeboren sein oder im späteren Lebensverlauf auftreten und geht in der Regel mit einem eingeschränkten Sehvermögen einher, das nicht durch Brillen oder Kontaktlinsen korrigiert werden kann.

Regina Eckner, leitende Lehrorthoptistin an der Universitätsaugenklinik Düsseldorf, hielt am Mittwochabend auf Einladung der Volkshochschule Dinslaken einen Informationsvortrag über das Thema Nystagmus. Das Datum war nicht willkürlich gewählt: Der sogenannte „Wobbly Wednesday“ („Wackeliger Mittwoch“, immer der erste Mittwoch im November) wurde 2013 als Aktionstag in Großbritannien ins Leben gerufen, um an diesem Tag mehr Bewusstsein für Nystagmus zu schaffen. Zur Häufigkeit sagt Regina Eckner: „Statistisch gesehen ist einer von 1000 Menschen vom Nystagmus betroffen, das Krankheitsbild ist also gar nicht so selten.“ VHS-Programmbereichsleiterin Julia Sielaff, auch selbst Nystagmus-Betroffene, ergänzt: „Viele Patienten, Angehörige, aber auch Lehrer, Erzieher und medizinisches Fachpersonal sind häufig nur unzureichend mit dem Thema Nystagmus vertraut und können Auswirkungen daher nur schwer einschätzen. Daher liegt es mir besonders am Herzen, in der Volkshochschule hier vor Ort für mehr Aufklärung zum Thema zu sorgen.“

Regina Eckner informierte in ihrem Vortrag über verschiedene Formen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten des Nystagmus sowie über Selbsthilfegruppen und weitere Ansprechpartner. Das Publikum (Betroffene und Familienmitglieder, aber auch Angehörige medizinischer Fachberufe) war teilweise aus einem Umkreis von 50 Kilometern nach Dinslaken gereist. Im Anschluss an den Vortrag entspann sich eine lebhafte Diskussion, in der vor allem Eltern betroffener Kinder ihre Fragen zum Thema stellten. Die Gespräche unter den Teilnehmenden setzten sich auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung fort.

Betroffene und Familien in Deutschland, die weitere Informationen zum Thema Nystagmus erhalten, sich untereinander vernetzen oder sich an der Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung beteiligen möchten, können sich an den Verein Nystagmus Netzwerk e.V. wenden: www.nystagmusnetzwerk.de .

Regina Eckner, leitende Lehrorthoptistin an der Universitätsaugenklinik Düsseldorf
Informationsmaterialien des Vereins Nystagmus Netzwerk e.V.
Autor:

Julia Sielaff aus Dinslaken

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