Erinnerungen erhalten
Nachfahren der Wulfener Brauereifamilie Rose treffen Sammler

Claudia Wagner, Dr. Winand Rose und Reiner Schulze-Tenberge.
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  • Claudia Wagner, Dr. Winand Rose und Reiner Schulze-Tenberge.
  • Foto: Bludau
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Eher zufällig hatte der Wulfener Reiner Schulze-Tenberge vor paar Monaten Kontakt zu einem der Nachkommen der Brauereifamilie Rose bekommen. Eigentlich war anfangs von Seiten des Wulfener Rose Sammlers nur ein kurzer Austausch per Mail geplant, doch aus dem Kontakt wurde mehr und so kam es jetzt, nach etlichen Telefonaten und Whats App Nachrichten, zu einem persönlichen Treffen in Wulfen.

Dabei reiste Dr. Winand Rose, Nachfahre der dritten Generation, sogar extra aus Bad Reichenhall an. Seine Schwester Claudia Wagner, geborene Rose, hatte eine nicht ganz so weite Anreise, aber auch sie nahm sich Zeit und kam gerne zu dem Treffen dazu.

Reiner Schulze-Tenberge hat schon seit etlichen Jahren großes Interesse an historischen Stücken und Geschichten der längst geschlossenen Rose Brauerei, seines Heimatortes. Er selbst ist hier geboren und aufgewachsen. Das Interesse und seine Sammelleidenschaft in Bezug auf die örtliche Kult-Biermarke haben nämlich auch einen familiären Bezug. „Verwandte von mir haben schon vor dem zweiten Weltkrieg dort gearbeitet und außerdem war mein Elternhaus nur unweit von der Rose Brauerei entfernt. Noch zur aktiven Zeit der Brauerei, war ich oft da. Sie gehörte für mich zum Dorfgeschehen einfach dazu“ berichtet Schulze-Tenberge.

Der Sohn und Tochter des ehemaligen Rose Inhaber, Winand und seine Schwester Claudia, nahmen sich für das persönliche Treffen viel Zeit. Eine weitere Schwester, Cornelia Watermeier, konnte leider aus beruflichen Gründen bei dem Treffen nicht dabei sein. „Wir finden es echt klasse, dass die Tradition weiterlebt und die Erinnerungen an die ehemalige Rose Brauerei immer noch wach bleiben. Die ehemalige Brauerei gehört zu unsere Familientradition einfach dazu. Aus diesem Grund unterstützen wir Reiner sehr gerne. Wir haben ihn eher durch Zufall kennen gelernt. Doch sind sehr überrascht, welche Ausmaße seine Sammlung mittlerweile angenommen hat. Er hat uns Sachen gezeigt, die wir eigentlich für verschollen hielten, so wie beispielsweise ein altes Tagesbuch der Familie“, berichtet Winand Rose.

Reiner Schulze Tenberge freut sich riesig, dass es mit einem ersten persönlichen Treffen geklappt hat. „Die Familie unterstützt mich und meine Sammlung auch mit einigen Rose Raritäten. Ich habe den Beiden bei unserem Treffen ein Paket übergeben. Hierin befanden sich handschriftliche Aufzeichnungen der Familie Rose, auf die ich bei meiner Suche nach Sammlerstücken gestoßen bin. Ich finde aber, dass solch persönlichen Dinge, im Familien Besitz bleiben sollen. Deshalb habe ich sie sehr gerne an die Kinder der Familie übergeben,“ erklärt der Sammler. Und weiter: „Es war ein sehr schöner Nachmittag und sehr herzliches Treffen. Als Dankeschön habe ich vom Winand noch die ein oder andere Rarität bekommen, die super in meine Sammlung passt. Ein großes Dankeschön geht an die gesamte Familie Rose“, freut sich Reiner Schulze Tenberge.

Ein weiteres Treffen ist zeitnah geplant. Hierbei soll es dann auch um eine mögliche Ausstellung beim Jubiläum des Wulfener Heimatvereins gehen. Im kommenden Jahr wird der Heimatverein 100 Jahre alt und Reiner Schulze Tenberge arbeitet aktuell, zusammen mit weiteren Mitgliedern der Geschichtsgruppe, an einer Ausstellung zum Thema Rose Brauerei in Wulfen. Zwar hat sich seine Sammlung schon stark vergrößert, aber vielleicht hat der eine oder andere ja noch etwas zum Thema Rose, was er nicht mehr braucht. „Bei meiner Suche habe ich erfahren, dass oft Sachen beispielsweise bei Haushaltsauflösungen gefunden werden, doch niemand die Sachen haben will und diese dann einfach entsorgt werden. Es wäre toll, wenn in solchen Fällen, dann an mich gedacht wird“, so der Wulfener. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann diese über eine extra eingerichtete Mail Adresse tun. Sie lautet: rose-pils@t-online.de

Text und Fotos: Bludau

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Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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