Feuerwehr Raesfeld beweist seine Einsatzstärke

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Dass die Feuerwehren aus Erle und Raesfeld gemeinsam eine schlagkräftige Truppe sind, bewiesen sie am Samstagnachmittag erneut eindrucksvoll. Gegen 15.30 Uhr wurden sie zu einem angeblichen Großbrand auf das Gelände der Firma AgriV Raiffeisen eG am Vennekenweg alarmiert. Von dem Vollalarm für beiden Einheiten und der geplanten Alarmübung wußten nur die Wehrführung und der Bürgermeister, samt Ordnungsamt Leiter.

Die durchweg ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus Erle und Raesfeld wurden wie sonst auch von der Kreisleitstelle Borken per Funkmeldeempfänger informiert und eilten daraufhin zum jeweiligen Gerätehaus. Erst als die insgesamt über 50 Einsatzkräfte am angeblichen Einsatzort eintrafen, wurde ihnen mitgeteilt, dass es sich um eine geheime Einsatzübung handelte. Trotzdem reichte es nicht für eine Verschnaufpause. Nach einer kurzen Lageeinweisung galt es, die zahlreich gestellten Aufgaben ordnungsgemäß abzuarbeiten. Dabei packt die Wehrführung, bestehend aus Jörg Wachtmeister (Löschzugführer Erle), Klaus Ostendorf (Leiter der Feuerwehr Raesfeld) und Siegbert Nagel (Löschzugführer Raesfeld) nicht mit an. Sie hatten ja die Übung ausgearbeitet und waren jetzt eine Art Schiedsrichter.

Die gestellten Aufgaben gliederten sich in drei Schwerpunkte: Zunächst galt es ein Feuer in einer Werkstatt zu bekämpfen, in der noch eine Person vermisst wurde. Weiter angenommen wurden, dass im Verlauf des Einsatzes das Feuer von der Werkstatt in das Lager der AgriV Raiffeisen eG überschlug und es so zu einer starken Rauchentwicklung kam. Der dichte, aber ungiftige Rauch wurde durch eine Nebelmaschine erzeugt und lies in den Räumlichkeiten die Hand vor Augen nicht erkennen. Auf der Rückseite des Gebäudes hatten Handwerker im Keller gearbeitet, die jetzt aufgrund des Rauches und der Feuerausbreitung keine Möglichkeit mehr hatten ins Freie zu gelangen. Diese Menschenrettung war der zweite Einsatzschwerpunkt. Dritter Einsatzschwerpunkt befand sich an der Verladestation. Hier geriet im Einsatzszenario der Verlademeister unter dem Lkw, an dem parallel noch Gefahrstoff auslief. Nach gut zwei Stunden wurden alle drei Einsatzbereiche von den Einsatzkräften erfolgreich abgearbeitet.

„Alle Einsatzziele konnten gut erfüllt werden. Für uns als Wehrführung war es wichtig zu sehen, wie solch eine umfangreiche Lage geordnet abgearbeitet wird.“, resümierte Klaus Ostendorf, der Leiter der Feuerwehr Raesfeld. Und weiter: „In diesem Rahmen bekommen alle Einsatzkräfte auch gute Ortskenntnisse, wenn es hier wirklich mal zu einem Ernstfall kommen sollte. Im Anschluss an die Übung setzten wir uns noch einmal zusammen und besprochen die Übung ausführlich.“

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Foto Bludau aus Dorsten

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