Ausgezeichnet
IHK prämiert RWW-Azubis als erstklassige Energie-Scouts

Zeigen ihre Auszeichnungen: Abou Sangaré den Pokal und Suad Tokbay die Urkunde (v.l.).
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Stolz halten sie ihre Auszeichnung in den Händen: Abou Sangaré den Pokal, Suad Tokbay die Urkunde. Das Team ist im Rahmen des Energiescout-Programms der IHK Essen mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden.

Ihr Vorhaben widmete sich der Optimierung von Heizanlagen in Räumen, in denen Natronlauge lagert. Mit diesem Projekt und einer versierten Vorstellung vor einer Fachjury setzten sie sich gegen starke Konkurrenz durch. Das Team von Medion belegte ebenfalls den ersten Platz.

Suad Tokbay beschreibt, wie sie vorgegangen sind: „Ziel war es, ein Energieeffizienzprojekt zu identifizieren, Einsparungspotenziale festzustellen und anschließend zu realisieren. Wir haben uns zahlreiche elektrischen Anlagen auf unseren Standorten angeschaut, bis wir fündig geworden sind.“ Die Wahl fiel letztlich auf die Elektroheizungen in Räumen mit Natronlauge-Anlagen. Dort schien größeres Potenzial vorhanden zu sein. Partner Abou Sangaré erklärt worum es im Detail ging: „Natronlauge muss dem Wasser immer flüssig zudosiert werden. Lagert die Lauge bei Temperaturen unterhalb von 12 °C, kristallisiert sie und man kann sie nicht mehr pumpen. Die Umgebungstemperatur muss also immer oberhalb dieses Wertes liegen.“ In der Vergangenheit liefen die Heizungen daher bisweilen durchgängig mit maximaler Leistung. Energieeffizient klingt anders. „Oftmals waren die Räume einfach überhitzt. Dies galt es zu ändern,“ ergänzt Sangaré.

Dafür verlegten sie innerhalb des Raums die Temperatursensoren an eine Stelle außerhalb der Heizkörper, die durch eine Thermografie-Analyse zuvor ermittelt wurde. Durch den verbesserten Einbau der Messung kann die Heizung die Raumtemperatur nun zuverlässig und effizient auf sicheren 16 °C halten und hat damit einen deutlich geringeren Stromverbrauch. Constantin Blanck, RWW-Energiemanager und Pate des Teams, freut sich über die Auszeichnung für die Beiden und auch über den messbaren Erfolg der Maßnahme: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir können jetzt eine Menge Strom und somit Kosten einsparen. Zudem ist die Amortisationszeit der notwendigen Investitionen von nur 127 Tagen sehr kurz, ein weiteres Plus.“ RWW beginnt jetzt, diese im Wasserwerk Mülheim-Styrum umgesetzte Effizienzmaßnahme auch auf ihre anderen Wasserwerksstandorte zu übertragen, an denen ebenfalls Natronlauge zum Einsatz kommt. Und vielleicht überprüfen nun auch andere Wasserversorger ihre Heizungen?

Zum Zeitpunkt des Projetstarts im vergangenen Jahr waren Sangaré und Tokbay noch in der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Anfang 2021 schlossen sie ihre Prüfungen erfolgreich ab. Seitdem arbeiten sie in der Instandhaltung bei RWW, einer in der Entstörung für Steuerungstechnik und der andere im Team Schaltanlagen. Als Sieger im NRW-Wettbewerb haben sich die Beiden automatisch für den Bundesentscheid der IHK qualifiziert. Die Ergebnisse werden im Juli mitgeteilt.

RWW beliefert Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Dorsten, Reken und Velen sowie Teile von Raesfeld, Gescher und Schermbeck mit Trinkwasser und ist Vorlieferant für Wülfrath sowie Teile von Velbert, Ratingen und Borken.

Quelle: RWW

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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