Dortmund holt den Städtebaupreis mit neuer Stadtlandschaft Phoenix

Dortmund hat den Strukturwandel am Beispiel einer alten Industriefläche beispielhaft gemeistert und erhielt in Mainz den Deutschen Städtebaupreis.
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  • Foto: Stadt Dortmund/Thomas Kampmann
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Einst war es eine skurrile Idee, die Vision aus einem Stahlwerkstandort einen See mit Park zu machen, jetzt erhielt Dortmund für seine gelungene neue Stadtlandschaft den  Deutschen Städtebaupreis 2018. Spannend war es in Mainz bei der Preisverleihung des Deutschen Städtebaupreises nach Oscar-Prinzip: Belobigung? Auszeichnung? Preis? Dann die Bekanntgabe: Das Projekt „Phoenix – Eine neue Stadtlandschaft in Dortmund“ erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2018. Die Freude über diese besondere Auszeichnung ist riesengroß.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist besonders stolz auf diesen Meilenstein für den Stadtteil Hörde und für die gesamte Stadt: „Ein sehr wichtiges Stück urbaner Zukunftsgestaltung ist gelungen. Die Arbeit an der Verbesserung unserer Standortvorteile trägt Früchte und ist der Lohn jahrzehntelanger, intensiver Arbeit. Ich bin mir sicher, dass alle Dortmunderinnen und Dortmunder heute und in den künftigen Generationen von der gesteigerten Attraktivität dieses Bereichs unserer vielfältigen Stadt auf unterschiedliche Weise profitieren werden. Die Verleihung des Städtebaupreises 2018 zeigt die große Anerkennung auch in der Fachwelt. Ich bedanke mich ganz herzlich bei der großen Zahl der Projektbeteiligten, für ihr Engagement und herausragendes Durchhaltevermögen. Nur so ist die Realisierung eines derartigen Projektes möglich. Der Preis ist Motivation für die Zukunft, weiterhin erfolgreich Städtebau zu betreiben. Wir sehen uns in der Verpflichtung, darauf zu achten, dass Baukultur und Qualität bewahrt bleiben.“

Innovativ und nachhaltig

Seit fast 40 Jahren dient der Deutsche Städtebaupreis der Förderung einer zukunftsweisenden Planungs- und Stadtbaukultur. Er wird alle zwei Jahre von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) ausgelobt und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.
Mit diesem Preis werden städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur auszeichnen. Dabei sollen die Projekte den aktuellen Anforderungen an zeitgemäße Lebensformen ebenso Rechnung tragen wie den Herausforderungen an die Gestaltung des öffentlichen Raums, dem sparsamen Ressourcenverbrauch sowie den Verpflichtungen gegenüber der Orts- und Stadtbildpflege. Bei der Auswahl der Projekte wird maßgeblich der Beitrag bewertet, den das eingereichte Projekt für die Verbesserung der stadträumlichen, der stadtfunktionalen sowie der architektonischen Qualität des Gebiets, vor allem auch zugunsten der dort wohnenden und arbeitenden Menschen erbringt.

Phoenix - ein Dreiklang

Pheonix: Der Dreiklang von PHOENIX West – Hörde Zentrum – PHOENIX See gilt als beispielhaftes Projekt des Strukturwandels. Mit diesem Projekt hat sich die Stadt Dortmund im April 2018 um den Deutschen Städtebaupreis beworben.
Es handelt es sich um eines der größten Konversionsprojekte der jüngeren Vergangenheit in Dortmund, in der Metropole Ruhr und im Land NRW. Gemeint ist die städtebauliche Verwandlung der riesigen altindustriellen Flächen im Dortmunder Stadtteil Hörde.
Ihre industrielle Geschichte begann 1839 und endete 1998 mit der Stilllegung des Hochofens auf Phoenix West und 2001 mit der Stilllegung des Hüttenwerks auf Phoenix Ost.

Heute Hochtechnologiepark

Und heute sehen wir den Hochtechnologiepark auf Phoenix West auf der Grundlage des städtebaulichen Konzeptes des Dortmunder Büros stege-partner und auf der östlichen Seite den Pheonix-See umgeben von einem Mix aus Wohn-, Freizeit- und Dienstleistungsnutzungen, welches auf der Grundlage des städtebaulichen Konzeptes von Norbert Kelzenberg aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt entwickelt wurde. Die gewaltige Konversion veränderte das Erscheinungsbild von Hörde mit dem wiederbelebten historischen Ortskern.

Umfassender Strukturwandel

Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen, konstatiert: „Mit dieser Konversion haben wir einen umfassenden Strukturwandel bewirkt. Ein neuer und attraktiver Kristallisationspunkt ist für die Stadtgesellschaft entstanden. Unsere planerischen Instrumente haben im Prozess ihre Wirkung entfaltet. Eine neue Stadtlandschaft – orientiert an den Maßstäben integrierter und nachhaltiger Stadt- und Landschaftsentwicklung – ist mit den gemeinsamen Anstrengungen vieler Entwicklungspartner und dem Know-How aus unterschiedlichen Disziplinen realisiert.“

Zukunfts-Standort

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund schaut besonders auf den Zukunftsstandort Phoenix-West. „Auf den Flächen, auf denen einst das wirtschaftliche Fundament des Ruhrgebiets geschaffen wurde, ist es uns gelungen die Geschichte des Standortes zu bewahren und in direkter Nachbarschaft der atemberaubenden Industriekulisse neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen zu schaffen.
Die Bedeutung dieses Projektes erkannte die Jury nun mit Verleihung des Deutschen Städtebaupreises 2018 an.

Dortmund hat den Strukturwandel am Beispiel einer alten Industriefläche beispielhaft gemeistert und erhielt in Mainz den Deutschen Städtebaupreis.
Stolz auf die Anerkennung durch den preis: (v.l.) : Stadtrat Ludger Wilde, Oberbürgermeister a.D. Dr. Gerhard Langemeyer und Oberbürgermeister Ullrich Sierau.
Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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