Junge Dortmunder geben Kindern und Jugendlichen Lebensmut

Projektleiterin Laura-Maria Lintzen und der SkF-Geschäftsführer Alwin Buddenkotte freuen sich, dass das Beratungsteam jetzt komplett ist.
  • Projektleiterin Laura-Maria Lintzen und der SkF-Geschäftsführer Alwin Buddenkotte freuen sich, dass das Beratungsteam jetzt komplett ist.
  • Foto: Petri/SkF
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Mit dem Heinrich-Schmitz-Preis wurde das ehrenamtliche Engagement von jungen Dortmundern in der Innenstadt-West ausgezeichnet. Preisträger ist die "U25" Online-Suizidprävention. Heute umfasst das Dortmunder Online- Beratungsangebot 33 Peers, die sich um hilfesuchende Jugendliche kümmern.

Innenstadt-West. Mit der abgeschlossenen Ausbildung der dritten Gruppe ist bei der Erziehungsberatungsstelle des SkF e.V. Dortmund das Beratungsangebot Online-Suizidprävention nun vollständig aufgebaut. Zuletzt hatten sich zehn junge Frauen und Männer als ehrenamtliche Berater für das Projekt in einer mehrmonatige Ausbildung qualifiziert und unterstützen hilfesuchende Kinder und Jugendliche via Mail in Konfliktsituationen.
Das Online-Beratungsangebot wendet sich an junge Menschen, die keine Lebensperspektive mehr sehen und sich mit dem Gedanken an einen Suizid beschäftigen.

Verantwortungsvolle Aufgabe

Alwin Buddenkotte, Geschäftsführer des SkF e.V., dankte mit Projektleiterin Laura-Maria Lintzen den jungen Ehrenamtlichen ausdrücklich für ihr Engagement. Es sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, dass junge Menschen in ihrer Freizeit zu solch einer verantwortungsvollen Aufgabe bereit seien, umso mehr freue er sich, die jungen Frauen und Männer im Team von zu begrüßen.

27 junge Dortmunder helfen per Mail

Insgesamt wurden in anderthalb Jahren 33 Peers ausgebildet, von denen 27 in der Beratung aktiv sind. Seit die ersten Peers die Mailberatung bei übernommen haben, wurden 170 Hilfesuchende betreut.
"U25" gibt es heute deutschlandweit in zehn Städten. Denn Selbstmord ist bei Kindern und Jugendlichen nach wie vor ein akutes Thema. Jedes Jahr töten sich in Deutschland zwischen 500 und 600 junge Menschen selbst.

Hilfe in schweren Lebenskrisen

Umso wichtiger ist es den Beratern Jugendliche in Lebenskrisen zu unterstützen. Und zu wissen, dass man Jugendlichen, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, dabei helfen kann, wieder neuen Lebensmut zu finden, das ist für die Peers die schönste Motivation.

Zum Hintergrund

- Seit 2016 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen mit dem Online-Beratungsangebot Suizidprävention anonyme und kostenlose Online-Begleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an, die über einen Suizid nachdenken und Hilfe bei der Bewältigung ihrer aktuellen Krisensituation benötigen.
- Durchgeführt wird die Beratung via Mail von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, den „Peers“, die aufgrund ihres Alters eine große Nähe zur Lebenswirklichkeit der jungen Ratsuchenden besitzen.
- Die Peers durchlaufen ein Bewerbungsverfahren und eine viermonatige Ausbildung, die sie intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Auch nach Abschluss der Ausbildung nehmen sie an regelmäßigen Supervisionstreffen teil.
-Homepage: U25-Dortmund

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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