Hilfe für Honigproduzenten: Runder Tisch „Bienenweiden“ will Aktionstag veranstalten

Der Runde Tisch zum Thema Bienenweiden im Stadtbezirk Scharnhorst fand bereits zum dritten Mal statt.
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  • Der Runde Tisch zum Thema Bienenweiden im Stadtbezirk Scharnhorst fand bereits zum dritten Mal statt.
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Bienen und andere Insekten brauchen unsere Hilfe – davon sind die Initiatoren des
Runden Tischs „Bienenweiden“ im Dortmunder Nordosten überzeugt. Jetzt gab es bereits das dritte Treffen.

Eingeladen hatten der SPD-Stadtbezirk Scharnhorst, der Imkerverein Dortmund-Kurl, der Imkerverein Dortmund-Aplerbeck, der Imkerverein Dortmund-Derne und der Kreis-Imkerverein Dortmund. Trotz der etwas schwierigeren Anreise als sonst – der ÖPNV wurde bestreikt und für das Fahrrad war es zu kühl, wie SPD-Ratsherr Rüdiger Schmidt zur Begrüßung sagte – war die Veranstaltung gut besucht. Neben Scharnhorsts Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny war auch sein Brackeler Amtskollege Karl-Heinz Czierpka neben Vertretern der Stadt der Einladung gefolgt und saß unter den interessierten Teilnehmern. Auch Ute Ellermann vom Freundeskreis Hoeschpark war da: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Kontakten und neuen Ideen“, sagt sie.

Bruno Schreurs vom BUND NRW arbeitet derzeit mit dem Beirat der Unteren Naturschutzbehörde am Landschaftsplan für Dortmund. „Wir bemerken einen ganz starken Rückgang der Insekten“, sagt er. „Es ist dringend geboten, dagegen etwas zu unternehmen.“ Auch Schmidt häjt das Treffen für sinnvoll: „Wir müssen bei der Bevölkerung für Verständnis werben, dass eine Bienenweide nicht so akkurat ist wie ein gepflegter englischer Rasen.“ Wichtig sei es auch, bei Kindern das Bewusstsein zu schärfen. „Das Tiefbauamt unterstützt uns zu mehr als 100 Prozent“, lobt Rinke. „Man hat bei der Stadt erkannt, dass es dringend notwendig ist, etwas für Bienen und andere Insekten zu tun.“

Siegfried Rinke, 2. Vorsitzender vom Imkerverein Kurl, berichtete bei dem Runden Tisch im Städtischen Begegnungszentrum in Scharnhorst auch von einer Flächenbegehung. Teilnehmer des Runden Tisches hatten sich unter anderem den Stadtpark in Derne, den Werkhof in Grevel und den Stadtpark in Scharnhorst angesehen. An der Paul-Dormann-Schule soll eine Obstwiese mit alten Obstsorten angelegt werden. Geplant ist auch ein großes Insektenhotel, das von den Schülern in der Werkstatt gebaut wird.

Im Stadtpark Derne ist auch ein Aktionstag geplant. Dort soll es die erste Fläche mit einer Bienenweide geben. Kinder sind eingeladen, die Fläche mit einzusäen. Das Tiefbauamt wird die Aktion unterstützen. Um die passende Beschilderung der Flächen wird sich der Naturlehrpfad Alte Körne kümmern. Imkerverein, NABU und der Naturlehrpfad Alte Körne werden Stände und Infos im Angebot haben, wie Rinke erklärt. Ein Datum für den Aktionstag konnte allerdings noch nicht gefunden werden, da Stadtdirektor und Stadtkämmerer Jörg Stüdemann, der zum Aktionstag eingeladen ist, derzeit erkrankt ist. Bis Mitte Mai ist nun Zeit, einen Termin zu finden.

Ein Problem gibt es mit dem zu bestellenden Saatgut. Das Saatgut für die größeren Flächen im Stadtpark Derne kommt in großen Säcken, aber es sollen auch kleine Tütchen da sein. „Die sollen am Aktionstag an die Besucher verteilt werden“, sagt Rinke. Das Problem: Es müssten 5000 Tüten bestellt werden, drunter geht es bei der Firma nicht. Czierpka bietet an, sich für den Stadtbezirk Brackel mit 1000 Tüten zu beteiligen. „Wir klären über die Bezirksvertretung, die Stadt die Tüten bestellen kann“, sagt Schmidt. Auf den Tüten soll dann sowohl Scharnhorst als auch Brackel erwähnt werden.

Der Runde Tisch zum Thema Bienenweiden im Stadtbezirk Scharnhorst fand bereits zum dritten Mal statt.
Stefan Rinke vom Imkerverein Kurl.
Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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