Stiftung Denkmalschutz investiert 50.000 Euro in Bau am Brackeler Kulturzentrum balou
Historisches Holzturnhallen-Dach wird saniert

98 Jahre alt ist die denkmalgeschützte Brackeler Holzturnhalle in Fertigbauweise an der Hörder Straße hinterm Kulturzentrum Oberdorfstraße.
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  • 98 Jahre alt ist die denkmalgeschützte Brackeler Holzturnhalle in Fertigbauweise an der Hörder Straße hinterm Kulturzentrum Oberdorfstraße.
  • Foto: balou e.V.
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

50.000 Euro stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mittels der Lotterie GlücksSpirale sowie zahlreicher Spenden für die Dach-Instandsetzung der Holzturnhalle in der Hörder Straße in Brackel zur Verfügung. Konkret ist die Konstruktion zu reparieren, das Dach neu einzudecken und die Gauben sind wiederherzustellen.

Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und beteiligte Handwerksbetriebe. Die Turnhalle gehört zu den über 470 Objekten, die die private DSD dank Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

1922 ließ die Stadt Dortmund für die Hindenburgschule in der Hörder Straße eine aus Holz bestehende Turnhalle von der Firma Christoph & Unmarck aus Niesky nach dem sogenannten Doecker-System als Fertigbau errichten. Elf Jahre zuvor war ein Prototyp dieses Gebäudes auf der Dresdner Hygieneausstellung vorgestellt worden. Der von 1828 bis 1904 lebende Rittmeister Johann Gerhard Clemens Doecker hatte das Patent für zerlegbare, transportable Militärbaracken entwickelt. Doecker-Hallen fanden insbesondere im Ersten Weltkrieg als Feldlazarette Verwendung.

Die hölzerne Halle hat eine Größe von 23,39 Metern mal 7,55 Meter. Die Wände sind den aus dem Barackenbau bekannten ähnlich, zweischalig mit Holzpaneelen in Nut- und Feder-Verbindung. Die hölzernen Träger und Binder des Daches erlauben ein stützenfreies Überspannen größerer Räume. Die sogenannten Hetzer-Träger wurden als Holzleimbau von der gleichnamigen Firma Otto Hetzer entwickelt.

Die Konstruktion der Halle besteht aus vier Holzbindern, auf denen die Dachpfetten aufliegen. Die Giebelwände bestehen aus einem Holzgerüst mit Wandverkleidungen. Die Dachdeckung besteht aus Teerpappe. Hochliegende, dreibahnige und hochrechteckige Sprossenfenster belichten den Innenraum. Der niedrige Anbau an der Nordseite dient als Eingangsbereich, er beherbergt die Umkleiden, Sanitäranlagen und das Lehrerzimmer.

Baubeginn geplant für den 20. September

 Geplanter Baubeginn an der Hörder Straße ist der 20. September. Balou-Kurse werden nicht beeinträchtigt.

Foto: balou Archivfoto: Schmitz

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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