OWIIIa-Weiterbau: „Seit Jahrzehnten passiert glücklicherweise nichts"

Carsten Klink, Die Linke, Ratsmitglied

Die Bezirksgruppe-Ost der Partei DIE LINKE kritisiert weiter massiv die Ausbaupläne für die OWIIIa / L663n Richtung Unna. Die Linken freuen sich aber, dass die Befürworter eines Ausbaus aus ihrer Sicht endlich auch den Umwelt- und Naturschutz für sich entdeckt haben.

„Wenn der Umwelt-und Naturschutz zu seinem Recht kommt, ist der Weiterbau nämlich erledigt, da auf der geplanten Betontrasse zahlreiche schützenswerte Tiere und Pflanzen leben. Zudem befindet sich direkt daneben ein extra vom Rat der Stadt Dortmund ausgewiesenes Gebiet für eine natürliche Waldentwicklung“, sagt Ratsmitglied Carsten Klink für die linke Bezirksgruppe-Ost.

„Letztlich nehmen die Weiterbau-Fans bei SPD und CDU ihre Ausbaudrohung selber wohl nicht mehr ganz ernst. Seit Jahrzehnten wird der Weiterbau angedroht, seit Jahrzehnten verantworten beide in verschiedenen Konstellationen Verkehrspolitik in Stadt und Land und seit Jahrzehnten passiert glücklicherweise nichts, da man vermutlich nicht nur die fachliche, sondern auch die rechtliche Schwäche der eigenen Position erkannt hat“, so Carsten Klink.

Er führt diese fachlichen Irrtümer noch einmal auf:

• So würden künftig auf der geplanten autobahnähnlichen Betontrasse doppelt so viele Autos fahren wie heute schon auf dem Hellweg. Der Hellweg selbst würde durch den Bau der OWIIIA kaum entlastet. „Denn der nicht gerade geringfügige Anliegerverkehr auf dem Hellweg gehört auch mit zur Wahrheit, den man auch nicht durch einen vierspurigen Weiterbau der OWIIIA mindert“, sagt Carsten Klink.

• Und geradezu abenteuerlich sei das Argument, ein LKW-Verbot auf dem Hellweg würde nichts bringen.

Um die Anwohner am Hellweg zu entlasten, gebe es eine einfache Lösung, sagt Klink: Die Politiker müssten die Aufbringung von weiterem Flüsterasphalt forcieren. Dann wäre es am Hellweg leiser. „Auch die Einführung von Tempo 30, ein Rückbau der viel zu vielen Stop-and-go-Ampeln sowie eine Verbesserung des Radverkehrs sind Lösungsansätze, die effektiver und auch günstiger sind als eine neue Umgehungsstraße. Vor allem soll diese letztendlich gar nicht den Bewohnern im Osten dienen, sondern dem LKW-Verkehr, der aus Richtung Hafen nach Unna/Kamen und dort zur Autobahn abfließen soll.

Autor:

Claudia Behlau aus Dortmund-Ost

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