SPD stellt interkommunales Naturschutzgebiet Pleckenbrinksee wieder in Frage

Pleckenbrinksee im Herbst 2011
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SPD bricht Wahlversprechen für den Dortmunder Osten

Die SPD hat es im Umweltausschuss der Stadt Dortmund, entgegen ihren früheren Wahlversprechen abgelehnt, im Norden Wickedes ein interkommunales Naturschutzgebiet einzurichten.

Die Fraktion DIE LINKE hatte im Umweltausschuss der Stadt Dortmund beantragt, dass der Ausschuss sich zur Entwicklung eines interkommunalen Naturschutzgebietes mit dem Wickeder Ostholz, dem Pleckenbrinksee und dem Kamener Wald am Nordufer des Pleckenbrinksees bekennen soll. Dazu sollte die Dortmunder Verwaltung Gespräche mit der Kamener Fachverwaltung aufnehmen, die bisher trotz der intensiven mehrjährigen politischen Debatte in Dortmund noch ausstehen, um eine Unterschutzstellung des Kamener Waldes zu erreichen. Auch sollte für den Pleckenbrinksee zum Ende der einstweiligen Sicherstellung der Landschaftsplan so geändert werden, dass ein dauerhafter Naturschutz für den Pleckenbrinksee zustande kommt.

Die jetzt schon dauerhafte Ansiedlung vieler geschützter Arten in den genannten Gebieten macht ein gemeinsames Naturschutzgebiet zwingend notwendig.

SPD, CDU und FDP haben den Antrag abgelehnt, während die Grünen und die Linken dafür waren. Für SPD-Sprecher Harnisch war die Trassenführung für die L663n (OWIIIa) noch zu unklar, um sich schon jetzt auf eine gemeinsames Naturschutzgebiet für den Pleckenbrinksee festzulegen. Das Dortmunder Umweltamt hatte aber bereits bei der einstweiligen Sicherstellung des Pleckenbrinksees klar gemacht, dass es aus ihrer Sicht keinen Konflikt zwischen einem Naturschutz am See und dem Bau der L663n ( OWIIIa) gibt.

Offenbar fürchtet die SPD-Fraktion, dass die bisherige Trassenführung zwischen dem Wickeder Ostholz und der südlichen Wohnbebauung, entgegen ihren ersten Annahmen, nun doch nicht machbar sein könnte.
Dafür sucht man wohl jetzt nach einer Möglichkeit, weiter nördlich einen Weg auf Kamener Gebiet zu finden. Mögliche alternative Streckenführungen sind mal auf untenstehender Karte grob skizziert. Der bisheriger Trassenverlauf im Osten ist in Orange gezeichnet.

Die Alternativrouten funktionieren nur, indem Teile des NSG Wickeder Ostholz und des Pleckenbrinksees in naturfeindlicher Weise tangiert und damit zerstört werden.

Für die heilige Kuh OWIIIa sind also alle drei bürgerlichen Parteien mal wieder bereit, jede Menge Naturschutz zu opfern. Und das für eine Schnellstraße, die nichts als Lärm, Abgase und Gestank bringen würde. Eine viel beschworene Entlastung des Hellweges wäre damit sowieso nicht zu erreichen. Im Gegenteil würden neue Verkehre angezogen und auch neue Straßen in den Stadtteilen Asseln und Wickede mit Verkehr überflutet, die bisher schön und ruhig waren.
Davon erzählen die Befürworter natürlich nichts.

Man kann nur hoffen, das bei einigen Politikern der Stadt Dortmund doch noch Einsicht einkehrt und die OWIIIa endgültig beerdigt wird. Es wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Bürger des Dortmunder Ostens. Vielleicht erinnert sich der OB Sierau daran, das er sich auch mal für dies gemeinsame Naturschutzgebiet stark gemacht hat.

Autor:

Wilhelm Auffahrt aus Dortmund-Ost

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