Glosse: Die Vuvuzela ist tot, es lebe die Sambatrommel

Vuvuzela war gestern. Vier Jahre sind vergangen, als die WM-Fans laut ins Horn stießen. Dabei brachten sie den wohl damals hässlichsten Ton seit Menschengedenken zustande. Es war so grausam, dass der Gag aus Ohrenzuhalten und Schadenfreude bestand.

Nun auf ein Neues. Für alle, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben: Die Krachmacher der Fußball-WM in Brasilien, die schon in zwei Monaten beginnt, sind Sambatrommel, Rassel, Ratsche und Flöte. Denn der Sambarhythmus soll uns ins Blut übergehen. Pädagogisches Konzept: Jedem Fan sein Instrument. Vereine könnten Geld dafür nehmen, in Fanprojekten musikalische Früherziehung anzubieten.

Und die Freude in den Nachbarschaften wird groß sein, wenn nachts WM-Anhänger musizierend um die Blöcke ziehen. Aber das ist eben WM. Autokorso und Straßenparty kennt man ja auch hierzulande. Also stellen wir uns schon mal auf frühmorgendliches Trommeln, Ratschen und Rasseln ein. Egal, wer sich da im Ton verpfeifen wird, schon jetzt ist klar, der Sound der diesjährigen WM kann nicht schlimmer sein als der aus der Tröte. Oder doch?

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