Seebrücke - schafft sichere Häfen für Flüchtlinge

Der "Life Saver" Brunnen von Niki de Saint Phalle in der Duisburger Königstrasse ist bei diesem Thema der ideale Ort, um Erhalt und gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung aus dem Mittelmeer zu demonstrieren. Leider kann die Künstlerin diese Nutzung ihrer Brunnen-Plastik nicht mehr selbst erleben. Aber ihr Geist dürfte über der Lebensretterkunstgebung zu ihren Füßen geschwebt haben.
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  • Der "Life Saver" Brunnen von Niki de Saint Phalle in der Duisburger Königstrasse ist bei diesem Thema der ideale Ort, um Erhalt und gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung aus dem Mittelmeer zu demonstrieren. Leider kann die Künstlerin diese Nutzung ihrer Brunnen-Plastik nicht mehr selbst erleben. Aber ihr Geist dürfte über der Lebensretterkunstgebung zu ihren Füßen geschwebt haben.
  • hochgeladen von Walter Wandtke

Baut Brücken keine Mauern!
Laßt nicht weiter staatlich geduldet, Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen!

Im Ruhrgebiet, insbesondere in Duisburg und Essen hatten zum Antikriegstag am 1. September viele Organisationen zu einer Demonstration für den Erhalt und egegn gegen das weitere Behindern von Seenotrettung auf dem Mittelmeer aufgerufen.
Rund 2000 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und in Duisburgs Stadtmitte gekommen, um ein Zeichen für Mindeststandarts der Humanität zu setzen. Die Kampagne zur Seenotrettung wird international in vielen Ländern Europas in und außerhalb der Europäischen Union betrieben. Sie war schon lange vorbereitet worden, als noch niemand ahnen konnte, dass eine tödliche Messerstecherei nach einem Stadtfest in Chemnitz derartige Folgen für einen Ausbruch rechtradikaler hetze und Gewalt haben würde.

Antikriegstag 1. September 2018 mit besonderer Aufgabe

Es gibt die ursprünglich durch die Gewerkschaften begründete Tradition, jährlich den 1. September als Antikriegstag mit politischen Aktionen oder Kundgebungen zu begehen. Nachdem am 1. September 1939 die deutsche Wehrmacht ohne Vorwarnung Polen überfallen hatte, wurden in den folgenden Jahren des 2. Weltkriegs bis 1945 nicht nur Millionen Menschen getötet.
Noch mehr Millionen Menschen verloren in diesem Krieg ihre Heimat und wurden Flüchtlinge. Dass Vertreibung und Verfolgungen seitdem nicht aufgehört haben, sondern in Syrien und zu vielen anderen Kriegsgebieten und diktatorischen Staaten weitherin zum Alltag gehören, muß als Botschaft gerade am Antikriegstag 2018 deutlich auf die Strasse gebracht werden. Während immer wieder gewalttätige Demonstranten u.a. Chemnitz Jagd auf alle möglichen, irgendwie nach Migranten aussehende Menschen machen, sind Demonstrationen für den Erhalt von Asylrechten, für den Erhalt von effektiven Seenotrettungen aus dem Mittelmehr noch wichtiger geworden.

Keine Wohlstandsfestung Europa

Es darf nicht weiter hingenommen werden, dass Europa zur "Wohlstandfestung" oder einem "Bollwerk Europa" wird, dass Zig Millionen € dafür ausgibt, entweder mit eigenen Marinekräften oder irgendwelchen unkontrollierten angeblichen "Küstenwachen" unseren Wohlstandländern Flüchtlinge fernzuhalten. Stattdessen kümmern wir uns darum, wie schnell wir ein Ziel, 2% des Bruttosozialprodukt für Aufrüstung zu verwenden denn erreichen können. Dass klitzekleine Ziel, zumindest 0,7 % des Bruttosozailprodukts für "wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit" z.B. für arme Staaten in Afrika auszugebene verfehlen wir seit langem - und niemand in der Bundesregierung scheint das als problem zu empfinden.
Es gab also am Samstag viele Gründe, während des NRW-Tags in Essen am 1. September trotz seiner schönen Gratiskulturveranstaltungen sich ein paar Stunden Zeit zunehmen, um in Duisburg für Seenotrettung und das Lebensrecht vieler Flüchtlinge zu demonstrieren.

Gut dass hier viele Flüchtlingsorganisationen, pro Asyl, Amnesty International, der DGB, Grüne, Linke, Jusos und einzelne Menschen der SPD mit rund 2000 Menschen die Kraft gefunden haben, rund 4 Stunden in der Duisburger Innenstadt mit Demonstrationen und verschiedenen Kundgebungen auf das Lebensrecht von Flüchtlingen auch im Mittelmeer, in Deutschland und Europa hinzuweisen.Bleibt zu hoffen, dass diese schönen hoffnunsvollenAktionen nicht völlig in der Öffentlichkeit von den Ereignissen in Sachsen verschluckt werden.

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