Tablets statt Bauklötze?

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Längst gibt es Probleme in unseren Kitas, die dringend gelöst werden müssen.Eines der größten ist wohl, dass es zu wenig Betreuungsplätze und Personal gibt. Bedarf und Nachfrage steigen. Nun hat die NRW-Landesregierung ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht, das beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf größte Skepsis und sogar massive Bedenken stößt.

Statt sich um mehr Betreuungsplätze zu bemühen, wurden jetzt zwölf Kindergärten mit Tablet-Computern, Digitalkameras und Mikrofonen ausgestattet. Damit soll erprobt werden, wie altersgerecht und „pädagogisch wertvoll“ mit digitalen Medien im Kita-Alltag umgegangen werden kann. Werden die Mitarbeiter jetzt IT-Beauftragte statt Erzieher?

Es ist wohl jedem klar, dass es in Kitas nicht nur darum geht, Bildchen zu malen oder mit Bauklötzen zu spielen. Erziehung, Sprachförderung und vor allem das Vermitteln und die Stärkung sozialen Verhaltens sollten Priorität haben. Dazu aber brauchen weder Kinder noch Erzieher einen „staatlichen Computer“. Das sollte den Schulen vorbehalten sein, die da viel besser ausgestattet werden müssen.

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