Reck und die jungen Wilden! MSV plant seine Zukunft. Grlic: „Wir werden verstärkt auf eigene Talente setzen.“ – Koch kehrt zurück

Es war eine sehr schwierige Saison für den MSV Duisburg. Ein Trainerwechsel, der komplette Vorstand ausgetauscht und die ganze Zeit mittendrin im Abstiegskampf. Diese Spielzeit haben sich die Zebras definitiv anders vorgestellt: Ein Grund dafür ist, dass die Mannschaft, die dieses Jahr bunt zusammengewürfelt wurde, lange Zeit nicht harmonierte. Der ehemalige Sportdirektor Bruno Hübner setzte jedes Jahr auf einen neuen MSV, hauptsächlich aus ausgeliehenen Spielern bestehend, sodass der MSV nur eine Art Abstellgleis ohne ernsthafte Perspektive wurde. Eine Mannschaft, von denen nach der Saison die Hälfte wieder den Verein verlässt, ist keine Mannschaft. In der letzten Saison erreichten sie durch eine Mischung aus Losglück und gutem Mannschaftsgeist das Finale des DFB- Pokals. Dies verloren sie mit 0:5 gegen Schalke 04. Das es eine schwere Partie war klar und keiner erwartete etwas vom MSV. Doch was fehlte, war der von Ex- Trainer Milan Sasic vorher angekündigte Wille. Enttäuschung pur! Das es für das ganze Bäumchen-Wechsel- Dich- Spiel irgendwann die Quittung geben würde, war abzusehen und damit Hübner dies nicht miterleben musste, wechselte er nach Frankfurt, wo er genug Geld zu Verfügung hat, um Spieler zu verpflichten.

Mit der Entlassung von Milan Sasic letztes Jahr wurde gleichzeitig MSV- Legende und Publikumsliebling Ivica Grlic zum Sportdirektor ernannt. Sein Ziel ist es nun junge Talente aus der Region zu fördern. "Wir gehen den Weg der kleinen Schritte, möchten eine eingespielte Mannschaft für die Zukunft entwickeln und punktuell verstärken", verriet er im Januar. Diesem Ziel ist der MSV nach der anfänglichen Talfahrt im Jahre 2012 ein großes Stück näher gekommen. Mit Maurice Exslager, Andre Hoffmann und Tanju Öztürk entwickelten sich gleich drei Spieler aus der eigenen Talentschmiede zu Leistungsträgern. In der Warteschleife stehen Stephan Hennen und Burakcan Kunt. Doch der Kader wurde unter dem Regime von Reck und Grlic insgesamt deutlich verjüngt. Felix Wiedwald (22), Daniel Brosinski (23) und Kevin Wolze (22) sind aus der Startelf kaum mehr wegzudenken. Als Stütze stehen die erfahrenen Branimir Bajic, Goran Sukalo und Jürgen Gjasula den jungen Wilden zur Seite. Als junge Talente stehen weiterhin Dusan Jevtic (20) und Flamur Kastrati (20) auf dem Papier, die zwar in dieser Saison noch keine Akzente setzten konnten, dennoch viel Talent haben. Die Neuverpflicheten haben auch noch einen weiten Weg bis zur Fußballrente. Adli Lachheb (24) und Sören Brandy (26) sind zwar etwas erfahrener als die anderen, doch passen nach Grlics Meinung ins Duisburger Konzept. „Solche Typen brauchen wir beim MSV“ meint Grlic.

Zudem hatte er während des Benefizspiels für Michael Tönnies vergangenen Mittwoch die Ehre Julian Koch als dritten Neuzugang vorzustellen. Koch spielte bereits in der DFB- Pokalsaison beim MSV, doch beim Spiel in Oberhausen verletzte er sich so schwer, dass er fast sein Bein verloren hätte. Nun verlängerte er bei seinem Klub Borussia Dortmund und will beim MSV nun die Ausleihchance nutzen. Koch ist glücklich über seine Entscheidung: „Es ist so, als wäre ich nie weg gewesen. Es ist einfach toll, dass mich die Fans so besonders empfangen“. Ziel der nächsten Saison wird allerdings nicht der Aufstieg sein, was Grlic allerdings langfristig plant. „Natürlich muss der MSV als Traditionsverein irgendwann wieder in die Bundesliga, aber das kann für die nächste Saison nicht unsere Vorgabe sein. Wir gehen den Weg der kleinen Schritte, möchten eine eingespielte Mannschaft für die Zukunft entwickeln und punktuell verstärken". Auf jeden Fall ist es eine Mannschaft, die sich entwickeln kann, weshalb die Vorstellung durchaus realistisch ist.

Autor:

Nils Vorholt aus Duisburg

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