Der MSV liefert über 90 Minuten ein gutes Spiel, kann den Favoriten am Ende aber nicht besiegen
Zebras scheiden gegen Hoffenheim aus dem DFB Pokal aus

Moritz Stoppelkamp war wieder Dreh- und Angelpunkt in diesem Spiel. Für einen Torerfolg hat es dieses Mal allerdings nicht gereicht.
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  • Moritz Stoppelkamp war wieder Dreh- und Angelpunkt in diesem Spiel. Für einen Torerfolg hat es dieses Mal allerdings nicht gereicht.
  • Foto: Frank Preuß
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Die 14.306 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena sahen ein Pokalspiel auf Augenhöhe zwischen dem Drittligisten MSV Duisburg und dem Bundesligisten TSG Hoffenheim. Nach einer torlosen ersten Halbzeit schlugen die Gäste zweimal eiskalt zu und durften am Ende den Einzug in die nächste Runde bejubeln. Im Vergleich zum Würzburg Spiel steigerte sich das Team von Trainer Lieberknecht deutlich.

Die Zebras starteten druckvoll in die Partie, erspielten sich durch Stoppelkamp ihre Möglichkeiten. Wenn Hoffenheim den Ball hatte, wurde sofort dazwischen gegangen und gestört. Die Gäste fanden zunächst nicht ins Spiel, probierten es hauptsächlich mit Kurzpassspiel und hohen Bällen. Ab der 25. Minute wurden die Hoffenheimer im Angriffsspiel präsenter. Leo Weinkauf im MSV-Tor war aber zur Stelle. Kapitän Stoppelkamp animierte darauf das Duisburger Publikum, lauter zu sein als bisher. Aufregung gab es in der 34. Minute. Hoffenheims Sebastian Rudy musste am Boden behandelt werden. Die Zebras spielten den Ball ins aus, bekamen ihn nach dem Schiedsrichterball aber nicht zurück. Daraufhin wurden die Spieler der TSG bei jedem Ballbesitzt lautstark ausgepfiffen. Nach einem Foul an Dennis Geiger bekam Zebra Kapitän Moritz Stoppelkamp in der 41. Minute die gelbe Karte. Die Verwarnung gab es aber nicht für die Tätlichkeit, sondern für das Ball wegschießen nach dem Pfiff von Schiedsrichter Sören Storks. Die erste Halbzeit endete torlos, ein Klassenunterschied war nicht festzustellen. Der MSV kämpfte um jeden Zentimeter Rasen und machte es dem Bundesligisten schwer, vernünftig ins Spiel zu kommen. An Tormöglichkeiten haben aber beide Teams gespart.

Am Montag Derby gegen Uerdingen

In der 53. Minute gingen die Gäste aus Hoffenheim durch Florian Grillitsch in Führung. Nach einem Ballgewinn startete die TSG einen Konter, Grillitsch konnte diesen mit dem 0:1 abschließen. Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder hatte ein glückliches Händchen bewiesen, der Torschütze wurde in der Halbzeit für Sebastian Rudy eingewechselt. Durch den Rückstand ließen die Zebras sich aber nicht entmutigen und schalteten auf Angriff. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld von Mickels, schalteten die Hoffenheimer schnell um, Baumgartner steckte den Ball auf Sargis Adamyan durch, der den Ball in der 59. Minute zum 0:2 im langen Eck unterbringen konnte. Die Zebras machten druckvoll weiter, fanden in der Hoffenheimer Defensive aber keine Lücke. Die Gäste spielten nur noch das nötigste und nahmen so die Zeit von der Uhr. Die Meidericher waren bemüht, spielten schnell nach vorne. Die entscheidenden Pässe kamen aber nicht an oder die Lücken wurden rechtzeitig geschlossen. Der Wille und die Leidenschaft war da, die letzte Durchschlagskraft fehlte. Am Ende war nach dem Niederrheinpokal auch im DFB-Pokal Schluss, der Favorit aus Hoffenheim setzte sich durch, tat sich aber schwer.

Marvin Compper weiterhin verletzt

Für Tim Albutat gab es nach dem Spiel keinen Grund enttäuscht zu sein: „Wir haben das über die 90. Minuten gut hinbekommen. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Konter. Die beiden Gegentore nach eigenem Ball waren natürlich bitter. Wir nehmen viel Positives aus dem Spiel mit.“ Trainer Torsten Lieberknecht war am Ende nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, hätte sich natürlich auch ein weiterkommen gewünscht. Die personelle Situationen mit den vielen Verletzten belastet ihn: „Wir sind schon enttäuscht. Bei den Gegentoren haben wir tatkräftig mitgeholfen. Meine Mannschaft hat sich ordentlich präsentiert. Mit der Kader Situation sind wir aber im Moment am Limit, wir haben mehr zivile als Spieler auf dem Platz stehen.“ Die Hoffnung vor dem Spiel war groß, dass Marvin Compper nach seiner Verletzung wieder mitspielen könnte, er wird aber noch mindestens zwei weitere Wochen ausfallen. Am kommenden Montag kommt der KFC Uerdingen um 19 Uhr zum Derby in die Arena.
Nach dem Aus im Niederrhein und DFB-Pokal können sich die Zebras jetzt voll und ganz auf die Liga fokussieren.

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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