Uni Duisburg-Essen und Sophie-Scholl-Berufskolleg kooperieren in Sachen Talentförderung

Sarah Schröter (links) und Gabriele Frerkes unterschreiben den Kooperationsvertrag. Foto: Frank Preuß
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Die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das Marxloher Sophie-Scholl-Berufskolleg besiegelten ihre Kooperation im Rahmen des landesweiten Förderprogramms NRW-Talentscouting. Ziel ist es, talentierte Schüler gezielt in ihren Stärken zu fördern und ihren Übergang von der Oberstufe in die Ausbildung oder das Studium zu begleiten.Für Gabriele Frerkes, Schulleiterin des Sophie-Scholl-Berufskollegs, und Sarah Schröter, Koordinatorin des Talentscouting-Programms an der UDE, war das Unterschreiben des Kooperationsvertrags weitaus mehr als ein Pflichttermin. Beide freuten sich sichtlich, die seit April andauernde Zusammenarbeit nun auch offiziell bekräftigen zu können. Damit gehört das Marxloher Sophie-Scholl-Berufskolleg nun zu den insgesamt 27 Schulen der Standorte Duisburg, Essen und Moers, deren Schüler von der Talentförderung der Uni Duisburg-Essen profitieren können. Dies geschieht im Rahmen des 2015 ins Leben gerufenen Programms "NRW-Talentförderung". Bei diesem Förderprogramm handelt es sich um einen Zusammenschluss von aktuell 14 Hochschulen und Hochschulverbünden, dessen Ziel es ist, die landesweiten Bildungschancen der Schüler von deren sozialen und finanziellen Hintergrund unabhängig zu machen. Finanziert wird das Programm vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW mit jährlichen Fördergeldern in Höhe bis zu 6,4 Millionen Euro. Die Gelder verwenden die Hochschulen dafür, dass sie insgesamt 70 Talentscouts an 350 NRW-Schulen schicken und dort talentierte Schüler in Sachen Hochschulkarriere motivieren, informieren und beraten.
Eine dieser Schülerinnen ist Bedia Boduroglu. Seit der Mittelstufe ist es ihr Wunsch, Grundschullehramt zu studieren. Wie dieser Wunsch realisiert werden kann, das erklärte ihr einer der fünf Duisburger Talentscouts, Kilian Soddemann. Er und seine Kollegen vom Talentscouting machen den Schülern Mut, auf ihre Talente zu bauen und beraten sogar zu Stipendien. Und das nicht nur in den Sprechstunden am Berufskolleg, sondern wann immer Fragen und Probleme auftauchen, erzählte Bedia Boduroglu und dankte Kilian Soddemann dafür herzlich. Auch Nermina Coralic ist begeistert von der Beratung. "Kilian hat mir die Angst genommen", sagte die 24-jährige stellvertretende Schülersprecherin, der es wichtig ist, auch ihre privaten Interessen in die Karriereplanung einzubeziehen. Florian Bothe und Filiz Delkus, selbst Teilnehmer des Programms, stimmten den Berichten ihrer Mitschülerinnen zu. Stolz lauschten auch Damla Kilic und Daniel Kober den Aussagen ihrer Schüler. Die beiden sind Studien- und Berufswahlkoordinatoren am Sophie-Scholl-Berufskolleg und haben einen großen Anteil daran, dass das Talentscouting-Programm gelingt: "Die Lehrer sind die eigentlichen Scouts", erklärte Sarah Schröter, denn sie seien diejenigen, die Schülertalente erkennen und zwischen Schüler und Talentscout vermitteln. Besonders im Hinblick auf die oftmals schwierigen Sozialverhältnisse vieler Schüler, ist das Förderprogramm Damla Kilic und Daniel Kober sehr wichtig. "Ich hätte mir damals auch so jemanden gewünscht", sagte Daniel Kober, der selbst in einem Nichtakademiker-Haushalt aufwuchs, und blickte dabei in Richtung von Talentscout Kilian Soddemann. Weil die Ungleichheit in puncto Bildungschancen aber ein Problem ist, das nur auf lange Sicht in den Griff zu bekommen ist, steht für Schulleiterin Gabriele Frerkes fest, dass Programme wie das NRW-Talentscouting zukünftig immer nötiger werden. Da dieses Programm jedoch vorerst bis 2020 befristet sei, so Gabriele Frerkes weiter, bliebe zu hoffen, dass sich die Landesregierung für eine Förderung über das Jahr 2020 hinaus entschließt. Die Schulleiterin betonte: "Vom Entschluss der Landesregierung hängt die weitere Begleitung unserer Teilnehmer ab."

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