Unterrichtsausfall - auch im Südkreis?

... doch die Schulen haben oft keine Schuld an diesem Dilemma ...

von Monika Schwarz.

Wie war das früher als Schülerin doch schön, wenn wir ausnahmsweise 'mal wieder Freistunden bekamen oder sogar nach Hause durften, weil ein Lehrer oder eine Lehrerin krank wurde.

Was allerdings aus Schülersicht toll ist und häufig bejubelt wird, kann angesichts schlechter Kritiken in puncto "Pisa" und der von vielen Unternehmen als "häufig mangelhaft gebildet" eingeschätzten Jugend nicht ohne Erwähnung bleiben.

Bestimmtes Verfahren muss eingehalten werden

Ich befragte daher die Schulen im Kreis, ob es besondere Schulkonzepte gibt, die im Falle eines Falles greifen. Dazu muss man wissen, dass es eine Regelung der Bezirksregierung gibt, die bei längerfristigen Krankheiten "greift":

Fällt ein Lehrer länger als sechs Wochen aus, dann muss die Schule von der Bezirksregierung eine Genehmigung einholen, um eine Vertretungsstelle ausschreiben zu können. Bis Bewerbungen eingehen, dauert es ungefähr zwei Wochen, danach werden Bewerbungsgespräche geführt und der für diese Unterrichtsstunden passende Lehrer ausgesucht. Dann muss dies dokumentiert und die offizielle Zusage der Bezirksregierung abgewartet werden, was ebenfalls meist noch zwei Wochen dauert. Das heißt also, bis eine Schule wirklich eine Vertretung vor Ort hat, vergehen mehrere Wochen. So ist die gesetzliche Regelung - und für die meisten Schulen einfach zu lange.

Zusätzliche Erschwernis bedeutet für die Schulen, dass Ärzte selbst Schwerkranke nur für ein bis zwei Wochen krank schreiben, somit die Schulen überhaupt keine Chance haben, Vertretungskräfte von der Bezirksregierung zu erhalten.

"Wir haben ein internes Vertretungskonzept, in dem wir zunächst durch Unterrichtstausch versuchen kurzfristige Ausfälle zu vermeiden", berichtet Ruth Dahlhaus, Schulleiterin der Realschule Gevelsberg. "Zusätzliche ´Notdienste´ durch Fachlehrer oder zuletzt auch fachfremde Lehrer sind eingerichtet. Daher können wir einen recht guten Schnitt von nur fünf bis acht Prozent Ausfall vorweisen."

Welche Erfahrungen haben Sie und Ihre Kinder mit Unterrichtsausfällen an deren Schulen gemacht? - Teilen Sie uns diese mit !!

Autor:

Monika Schwarz aus Ennepetal

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