Pokalderby ETB gegen RWE: Zwischen Vorfreude und Frustbewältigung

In der Vorbereitung trafen RWE und ETB aufeinander. Der Oberligist siegte mit 2:0. Foto: Gohl
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Vier Punkte machen den Unterschied: Während die Stimmung bei Rot-Weiss Essen nach sieben Zählern aus sechs Regionalliga-Partien gedrückt ist, liegt der neu formierte Oberligist mit elf Punkten aus ebenso vielen Spielen voll im Soll. Doch vor dem Derby in der zweiten Runde des Niederrheinpokals (Samstag, 7. September, 16 Uhr am Uhlenkrug) wischen sowohl Waldemar Wrobel als auch Stefan Janßen die bisherigen Ergebnisse beiseite.

So ganz hat sich der Frust bei RWE-Coach Waldemar Wrobel noch nicht gelegt. Zu früh und vor allem zu Unrecht hatte der Unparteiische Martin Thomsen die Bergeborbecker in Oberhausen (0:2) aus dem Tritt gebracht. Rot für Alexander Langlitz in der achten Minute – Rot für ein Handspiel, das keines war. „Das war ein Spiel unter widrigen Umständen“, gibt sich Wrobel zumindest schon wieder diplomatischer als noch am Sonntag. Tatsache ist jedoch: Nach der bereits dritten Saisonniederlage hinkt RWE den Ansprüchen weiter hinterher.

Sein Derby-Gegenüber, Stefan Janßen, feierte dagegen eine gelungene Generalprobe. Das 1:0 über Schlusslicht Uedesheim war zwar kein Glanzstück – zu viele Gelegenheiten ließen die Lackschuhe ungenutzt. Dennoch hält der ETB mit dem Verfolgerfeld Schritt. „Wenn man es kritisch betrachtet, müssten wir vier Punkte mehr haben“, so Janßen. Unter dem Strich ist der Helmig-Nachfolger mit den bisherigen Darbietungen seines Team aber einverstanden.

Doch der Ligaalltag rückt nun in den Hintergrund: Dem Uhlenkrug winkt, nachdem sich die Kapazitätsbeschränkung auf 5.000 Zuschauer als Ente erwiesen hat, der Ausnahmezustand. Ein völliges neues Gefühl für viele ETB-Kicker. Der Trainer Janßen weiß worauf es ankommt, schließich kam der Spieler Janßen in den Genuss zweier Derbys. „Wichtig ist auf dem Platz“, lautet das Motto. Immerhin kann der Außenseiter in so einem Spiel nur gewinnen. „Ich kann meinen Spielern nur raten, dass sie alle äußeren Einflüße ausblenden sollen.“ Auch Wrobel will in der Vorbereitung auf Samstag keine ausufernden Reden schwingen. „Wir haben zweimal den Niederrheinpokal gewonnen. Und zweimal mussten wir höherklassige Gegner schlagen. Von daher wissen wir, was in so einem Wettbewerb möglich ist“, erinnert der RWE-Linienchef. „Wir bereiten uns so vor, als ginge es in der Meisterschaft gegen Viktoria Köln“

Auch wenn die Liga am Samstag keine Rolle spielt, zumindest personell ist es ein Derby unter umgekehrten Vorzeichen. Janßen wähnt bislang alle seine Kräfte an Bord, Wrobel muss – neben Maik Rodenberg, Tim Hermes und Cebio Soukou – auf Stammtorhüter Daniel Schwabke (Fingerbruch) und Roberto Guirino (Bänderriss) verzichten. Beide verletzten sich während des Spiels in Oberhausen und fallen längerfristig aus.

Autor:

Patrick Torma aus Essen-Nord

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