Quo vadis Haus-Berge Campus
BIGWAM fragt den Contilia Geschäftsführer Dr. Dirk Albrecht

Dr. Albrecht bei der Präsentation des Konzeptes

Das war die „Gretchenfrage“, die Dr. Dirk Albrecht, Geschäftsführer der Contilia GmbH, versuchte den 40 interessierten Bürgerinnen und Bürgern, darunter zahlreiche neue Gesichter, zu beantworten. Neben der Vorstellung der Contilia Gruppe und deren gemeinnütziger Aufgaben als Firma, die Gewinne wieder in die Gruppe reinvestiert, stellte Dr. Albrecht die neue Gesamtkonzeption des Gesundheitsstandortes im Essener Norden vor. Dabei hob er besonders die aktuelle Situation der heutigen 4 Krankenhäuser im katholischen Klinikum Essen hervor, die für sich genommen zukünftig existenziell risikobehaftet wären, wenn man keine Neukonzeptionierung vorantreiben würde. So hat man sich für das Marienhospital in Altenessen als Zukunftsstandort für Gesundheit im Essener Norden entschieden. Der Kaufvertrag für das Gelände sei i.Ü. mittlerweile manifestiert. Hier soll dann ab ca. 2025 das neueste und modernste Krankenhaus Deutschlands entstehen. „Wird damit das Marienhospital dann Kapazitäten im medizinischen Bereich anlocken können, da ärztliche Koryphäen sicherlich sehr gerne an einem neuen Krankenhaus, das zukunftsorientiert ausgerichtet ist, arbeiten mögen?“, fragt Klaus Barkhofen, BIGWAM-Vorsitzender. Das bejaht Dr. Albrecht und vermutet, „dass der Stadtteil Altenessen mit der Ansiedlung von Ärzten sowie Personal eine weitere Aufwertung erfährt!“

Ab 2020 soll dann zunächst das St. Vincenz aufgepeppt werden und die bestehenden Betriebsteile des „alten“ Marienhospitals und des heutigen Philippusstiftes aufnehmen. „Der Campus Haus-Berge bleibt davon zunächst unangetastet und fährt seinen Betrieb weiter wie bisher,“ so Dr. Albrecht. Erst nach Fertigstellung des neuen Hospitals soll dann auch das geriatrische Krankenhaus Haus-Berge umziehen. Was aus dem Gebäude wird, konnte Dr. Albrecht noch nicht verraten. „Es gilt jedenfalls das Konzept, dass der Standort in Gänze erhalten bleibt und nur die Nutzung einem anderen Zweck, vielleicht Wohnen vielleicht Pflegen, zugeführt werden wird,“ so Dr. Albrecht weiter. Barkhofen von BIGWAM fragt nach, „ob es vorgesehen ist, über die weitere Nutzung einen Bürgerdialog zu führen?“ Dr. Albrecht antwortet darauf, „dass es in jedem Fall einen Einbezug der Bürger und Bürgerinnen vor Ort geben wird und damit der Stellenwert des Standortes nicht wesentlich angetastet werden soll, was ja sicher wichtig für den Stadtteil Bergeborbeck und seine Entwicklung sei!“

Ein Bürger fragte nach der Augenheilkunde, die im Essener Norden fachärztlich nur sehr dünn besetzt ist. „Ich werde das Thema mitnehmen und prüfen, inwieweit das Fachgebiet in das neue Krankenhaus oder in die dann existierenden Facharztzentren in Borbeck und Stoppenberg besonders integriert werden kann“, antwortete Dr. Albrecht.

Mit einer guten Fragerunde ins Detail und einer Zusage im „Gespräch zu bleiben“, ging die Vorstellung des Konzeptes zu Ende. Als Resümee meinte Klaus Barkhofen, „dass es durchaus riesige Chancen für die Stadtteile im Essener Norden gibt. Altenessen ist mit seinen Nachbarstadtteilen auf einem guten Weg, der neue „In“-Stadtteil zu werden, was die Neukonzeptionen des Gesundheitsstandortes, aber auch Essen 51 und Freiheit Emscher positiv unterstützen.“

Danach berichtet der BIGWAM-Vorsitzende noch über zahlreiche Infos und Entscheidungen aus der Stadtverwaltung. U.a. konnte durch mehrere Razzien an den Hotspots der „wilden Automärkte“ das Ausmaß wieder etwas eingedämmt werden. „Die Stadt kündigte an, dass in kurzer Frist einige Dinge ‚passieren‘ werden“, so Olaf Müller, neuer 2. Vorsitzender der BIGWAM. Das scheint auch notwendig zu sein, denn 716 Beseitigungsaufforderungen abgemeldeter Fahrzeuge in 2019 sprechen Ihre eigene Sprache. „Davon konnten jedoch nur 19 abgeschleppt werden, da die meisten Fahrzeuge innerhalb der bereits auf 3 Tage verkürzten Frist schon wieder Richtung Osteuropa verladen wurden,“ so Klaus Barkhofen und weiter, „und das ist nur die Spitze des Eisberges. Deshalb haben wir mit Politik und Verwaltung abgesprochen, zu versuchen das Straßenwegegesetz NRW soweit zu novellieren, dass solche betrieblichen/geschäftsorientierten Vorgänge gesondert berücksichtigt werden müssen und dann u.a. schneller abgeschleppt oder entsorgt/verwertet werden kann!“.

Auch bezüglich der Einhaltung der Tempo 30 Zone in der Hülsenbruchstr. konnte die BIGWAM, dank der Initiative der Bezirksvertretung V, bei der Stadt erreichen, dass nun geeignete, bauliche Maßnahmen ergriffen werden, um die gefährliche Raserei (es wurden in der Messung 2016 bis zu 123 km/h gemessen, im Schnitt 62 km/h) nachhaltig zu unterbinden. Bereits nach der Sommerpause soll es dazu Ergebnisse geben.

Mehr Infos auf unserer Homepage www.bigwam.org

Autor:

Klaus N. Barkhofen aus Essen-Nord

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