Bürgerversammlung vom 12.9.19
Freiheit Emscher - Welche Auswirkungen hat das auf unsere Stadtteile?

„Freiheit Emscher - was ist das?“ - war u.a. die Frage, der die 38 ZuhörerInnen der BIGWAM-Bürgerversammlung am 12.9.19 nachgingen. Was passiert dort zwischen Essen und Bottrop? Und hat das Auswirkungen auf unser Leben in den Stadtteilen?

Steffen Lenze, Projektleiter der Stadt Essen, versuchte die zahlreichen Fragen der TeilnehmerInnen zu beantworten, wenngleich man fairerweise sagen muss, dass das Projekt sich im Wesentlichen noch in einem Stadium des Konzeptes befindet und nur wenige Dinge derzeit schon detailliert ausgearbeitet sind. Trotzdem konnte Steffen Lenze vieles aufklären, auch wenn insbesondere die Fragen rund um das Thema Verkehr noch größtenteils ausgeklammert werden mussten. Dennoch sprachen sich die Anwesenden für ein Verkehrskonzept für den Essener Norden aus, damit die ohnehin jetzt schon aktuell hohe Verkehrsbelastung nicht noch weiter steigt. Aber hier konnte der Projektleiter Lenze die Gemüter zumindest etwas beruhigen. „Da es zum ersten Mal seit über 30 Jahren zumindest einmal ein erstes Verkehrskonzept für den Essener Norden gibt, wenn auch zunächst nur rudimentär“, kommentierte Klaus Barkhofen, Vorsitzender der BIGWAM e.V.. So soll es neben den neuen Verkehrsknotenpunkten an der Daniel-Eckhardt-Str. sowie dem Sturmshof, im Endausbau eine neue Autobahnauffahrt am Sturmshof direkt auf die dann sechsspurige A42 geben.

„Die RAG Montan Immobilien sowie die Städte Essen und Bottrop haben vor, dort ein Gewerbegebiet anzusiedeln, das vor allem hochwertige, veredelnde Logistik und Industrie betreibt“, so Lenze. Und weiter, „aber bis der letzte Spatenstich getan ist, werden sicherlich noch 20-30 Jahre vergehen!“

Vollkommen neu sein wird wohl auch das innovative Konzept zur Regenwasserabführung. Dies hat angesichts der jüngsten Veränderungen des Klimas auch positive Auswirkungen auf den Essener Norden/Nordwesten und ist fast schon ein Muss.

Darüber hinaus wird im Konzept direkt dem Gedanken einer der Natur entgegenkommenden Anlage von Grünzügen Rechnung getragen. „Nicht nur, dass es Umwelttrassen mit Wegen für Tram/Bus und ‚ökologische‘ Fahrzeuge (Rad etc.) oder Fußwege geben soll. Es wird auch möglich sein, dass sich Tierarten über das gesamte Areal ausbreiten und quasi ‚unterbrechungsfrei‘ von Essen nach Bottrop gelangen können“, argumentierte der Projektleiter der Stadt.

Trotz aller kritischen Fragen waren sich alle Beteiligten einig, dass in diesem Projekt eine Riesenchance liegt, den Essener Norden weiter aufzuwerten, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, aber auch dem Gedanken nach nachhaltiger Bauweise Rechnung zu tragen. Barkhofen ergänzte noch einen für den Verein wichtigen Punkt: „Die Stadt versicherte uns, dass sich dort unter Garantie keine wilden Autohändler oder-logistiker ansiedeln dürfen und werden!“

Bleibt für die Bürgerinnen und Bürger nun die Aufgabe wachsam zu sein und den Prozess soweit es geht positiv mitzugestalten. Es gibt durchaus riesige Chancen für die Stadtteile im Essener Norden, der auf einem guten Weg ist, der neue „In“-Bezirk zu werden, was die Neukonzeptionen des Gesundheitsstandortes, aber auch Essen 51 und Freiheit Emscher angeht.

Neben den Berichten des BIGWAM-Vorsitzenden über die Zusammenarbeit mit Stadt und Politik ragt ein Thema heraus: Mit einer Änderung des Straßenwegegesetzes NRW erhielte die Stadtverwaltung zukünftig Rechtssicherheit bei der sofortigen Beseitigung abgemeldeter Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen und Plätzen. So werde die Neufassung das Geschäftsmodell der wilden Autohändler konterkarieren, da der öfftl. Raum, sprich unsere Straßen, nicht mehr als Betriebsgelände und Abstellfläche für abgemeldete Schrottautos missbraucht werden kann. Hierzu gab es bereits sehr positive Vorgespräche des Essener CDU-Landtagsabgeordneten Schrumpf mit dem NRW-Verkehrs- und dem Innenministerium, sowie dem städtischen Ordnungsamt, dass mit einer Gesetzesnovelle ein Abschleppen bereits sofort rechtssicher möglich sein werden wird. Mit einer Ratifizierung kann durchaus bereits im Frühjahr 2020 gerechnet werden. „Wir bleiben am Ball“, kommentiert der BIGWAM-Vorsitzende die sehr positive Entwicklung.

Den Vortrag zu Freiheit Emscher und mehr Infos auf unserer Homepage www.bigwam.org

Autor:

Klaus N. Barkhofen aus Essen-Nord

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