Jugendtreff für Altenessen-Süd: Palmbuschweg statt Haus Stachels

Die Jugendfarm ist ein Angebot der Jugendhilfe in Altenessen. Im März 2013 soll ein weiteres am Palmbuschweg eröffnen. Foto: Gohl
  • Die Jugendfarm ist ein Angebot der Jugendhilfe in Altenessen. Im März 2013 soll ein weiteres am Palmbuschweg eröffnen. Foto: Gohl
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Die Jugendhilfe gGmbH disponiert bei ihrer Suche nach einem Standort für die Kinder- und Jugendarbeit im Norden um: Die Lösung im altehrwürdigen Haus Stachels in direkter Bahnhofsnähe hat sich zerschlagen. Stattdessen zieht es die Stadttochter in den Palmbuschweg.

Der neue Treff ist Bestandteil der konzeptionellen Neuausrichtung, die die Mitarbeiter der Jugendhilfe näher an die sozialen Brennpunkte rückt. Zuvor waren die Anlaufstellen in Karnap (Kalle) und Altenessen-Nord (Neuessener Schule) wegen ihrer Randlage bzw. begrenzten Ausbaufähigkeit aufgegeben worden.

Die Verantwortlichen der Jugendhilfe hatten sich früh auf einen Standort in Altenessen-Süd eingeschworen. „Haus Stachels wäre super gewesen“, gibt Jochen Drewitz, Geschäftsführer der Jugendhilfe, zu. Allerdings erfüllt das denkmalgeschützte Gebäude Altenessener Straße 194/Ecke Bäuminghausstraße nicht die Anforderungen an die Jugendarbeit - dies habe eine Begehung, kurz vor der Unterzeichnung des Mietvertrages, ergeben. „Um, wie geplant, Büroräume in der ersten Etage einzurichten, müsste man das Dach anheben“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Karlheinz Endruschat.

Eine Alternative wurde im Palmbuschweg gefunden. Nachdem die ehemalige Karstadt Rat&Tat-Immobilie zwischenzeitlich als Standort für die im Nordviertel geschlossene Frühförderstelle im Gespräch war, will die Jugendhilfe die erste Etage der Hausnummern 7-9 für ihre Zwecke umbauen. „Wir befinden uns im Baugenehmigungsverfahren“, berichtet Jochen Drewitz. Die Pläne sehen einen kompletten Umbau der 570 Quadratmeter großen Fläche vor. „Bisher ist das ein riesiger Raum, den wir in Gruppenräume, Büro und eine Lounge unterteilen wollen“, so Drewitz weiter. Die Kosten für den Umbau beziffert der Geschäftsführer auf „etwa 160.000 Euro“, eine Summe, die in Teilen „aus Eigenleistung, in Verrechnung mit der Miete, und Fördermitteln“ gedeckt werden soll.

„Sofern alles glatt läuft“, rechnet Drewitz mit einer Eröffnung zum 1. März 2013. Obwohl nicht die erste Wahl, hat er sich mit dem neuen Standort angefreundet: „Er ist gut erreichbar und in direkter Nachbarschaft befindet sich unser Beratungszentrum [Hausnummern 12 - 14, Anm. d. Red.], das auch Anlaufstelle für unsere Streetworker ist.“

Autor:

Patrick Torma aus Essen-Nord

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