Traditionelles Passions-/ Fastengespräch in der Essener Marktkirche

Superintendentin Marion Greve diskutiert das Thema „Die Stellung der Frau im Christentum“

Essen. Am kommenden Freitag, den 22. März 2024, um 19.00 Uhr, findet das diesjährige Passions-/Fastengespräch des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Essen (EAK) statt, diesmal in Zusammenarbeit mit der Frauen Union Essen (FU). Traditioneller Veranstaltungsort ist die älteste protestantische Kirche Essens, die Marktkirche in der Innenstadt am Markt 2. Das diesjährig ausgewählte Thema lautet: „Die Stellung der Frau im Christentum – zwischen Tradition und Emanzipation!“, zu der die Superintendentin des Kirchenkreises Essen, Frau Pfarrerin Marion Greve, im Rahmen eines einleitenden Impulsreferates einführen wird und sich anschließend der offenen Diskussion stellt.

Die diesjährige EAK und FU Gastreferentin Marion Greve studierte evangelische Theologie in Bonn und Göttingen und absolvierte ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Essen-Altendorf. 1995 wurde sie zur Pfarrerin ordiniert. Seit 1997 ist Frau Greve Pfarrerin in Holsterhausen. Im März 2014 wählte sie die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises zur Superintendentin. Die Superintendentin bzw. der Superintendent (lat. „Aufseher“, Lehnübersetzung von griech. „episkopus“) trägt die Verantwortung für die Leitung des Kirchenkreises und vertritt ihn in der Öffentlichkeit. Alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger sind recht herzlich zum Passions-/Fastengespräch und anschließender einfacher Fastenspeise eingeladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen sind - zwecks besserer Planung – freundlichst erbeten (E-Mail: mail@jessicafuchs.de oder E-Mail: dirk.kalweit@cdu-essen.de / Mobil: 0170 53 73 448 – Kalweit).


Fastenzeit ist mehr als nur Fleischverzicht

Dazu der EAK-Vorsitzende Dirk Kalweit:
„Zwischen Aschermittwoch und Karsamstag liegen die 40 Tage im Jahr, die dem Osterfest vorausgehen und als Passions-/ und Fastenzeit bezeichnet werden. In der katholischen Kirche bezeichnet der Begriff „Fastenzeit“ die österliche Bußzeit, welche am Gründonnerstag endet. Der Karfreitag und Karsamstag (nicht wie fälschlicherweise oft benannt `Ostersamstag`) sind ebenfalls Fasttage, zählen aber nicht zur österlichen Bußzeit. Die Sonntage gelten nicht als Fastentage und werden deshalb nicht mitgezählt. Über viele Jahrhunderte war die christliche Passionszeit auch in Deutschland eine strenge Fastenperiode, in der sexuelle Enthaltsamkeit, Verzicht auf Fleisch oder auch Eier und Milchprodukte geboten war. Gebet und Buße standen im Vordergrund. Martin Luther, der selber zwar regelmäßig fastete, sich aber gegen einen damals vorherrschenden Zwang zum Fasten und dem daraus resultierenden Bußverständnis aussprach („Kein Christ ist zu den Werken, die Gott nicht geboten hat, verpflichtet.“), legte – wie auch andere Reformatoren - die Grundlagen dazu, dass das Fasten in den evangelischen Kirchen über viele Jahrhunderte unüblich war. Heute entdecken evangelische Christen - gerade im Kontext der Aktion „Sieben Wochen ohne“ - das Fasten wieder neu, um die Passionszeit spirituell zu gestalten und Gott zu begegnen. In der Fastenzeit (gotisch: fastan, (fest)halten, beobachten, bewachen) geht es jedoch nicht nur um Verzicht, sondern auch um die nachdenkliche und bewusste Auseinandersetzung mit dem hier und jetzt im Glauben und seinen Auswirkungen in der Lebenswirklichkeit. Das traditionelle Fastengespräch des EAK-Essen bietet daher die besondere Möglichkeit, Überlegungen des christlichen Verständnisses auf gegenwartsbezogene Fragestellungen zu fokussieren. Das Thema der Rolle der Frau in Kirche und Staat ist hier beispielhaft von hoher gesellschaftlicher Relevanz.“

EAK-Passions-/ Fastengespräch – Kirchliche & religiöse Themen im Zentrum des Zeitgeschehens

Beim EAK-Passions-/ & Fastengespräch diskutieren Gäste aus den Kirchen, Religionsgemeinschaften, der Wirt-schaft und der Politik seit vielen Jahren ergebnisoffen und undogmatisch zu gesellschaftspolitischen, kirchlichen und religiösen Fragestellungen unserer Zeit. Ziel ist es, zur Nachdenklichkeit anzuregen und frei von Aktionismus und der Hektik des politischen und kirchlichen Alltags die Möglichkeit zu bieten, nachzudenken, querzudenken und Zukunftsvisionen zu entwickeln.

Autor:

Dirk Kalweit aus Essen-Ruhr

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