Am Dienstag feierte das Dokudrama "Brecht" Premiere in der Lichtburg
Wer war Brecht? - Filmpremiere "Brecht" in der Lichtburg

Bei der Filmpremiere "Brecht" freuen sich die Darsteller und die Verantwortlichen über eine Aufführung vor Publikum des eigentlichen Fernsehfilms.
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  • Bei der Filmpremiere "Brecht" freuen sich die Darsteller und die Verantwortlichen über eine Aufführung vor Publikum des eigentlichen Fernsehfilms.
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Am Dienstag, 19. Februar, fand in der Lichtburg Essen die Premiere von Heinrich Breloers Film „Brecht“ im Beisein der beiden Hauptdarsteller Burghart Klaußner und Tom Schilling statt.

Bei dem Film „Brecht“ von Heinrich Breloer handelt es sich um ein zweigeteiltes Dokudrama, was das Leben und die Geschichten des Schriftstellers Bertholt Brecht thematisiert. Die Uraufführung feierte der Film bei der diesjährigen 69. Berlinale. Zu der Premiere in der Lichtburg kamen die zwei Hauptdarsteller Tom Schilling und Burghart Klaußner. Regisseur Heinrich Breloer konnte krankheitsbedingt nicht an der Premiere teilnehmen.

Der Film stellt - in zwei jeweils 90-minütigen Teilen - 40 Jahre des Lebens von Bertholt Brecht dar. Dabei bleibt stets die Frage im Raum: "Wer ist eigentlich dieser Brecht?" Lyriker, Dramatiker und vor allem beliebt bei den Frauen, so könnte man nach den knapp drei Stunden die Figur Brecht zusammenfassen.

Im ersten Teil verkörpert der 'Werk ohne Autor' Darsteller Tom Schilling einen jungen Brecht. Frech, klug, begeisterungsfähig und immer singend mit einer Gitarre in der Hand wird der junge Dramatiker eingeführt. Das Ziel des jungen aufstrebenden Künstlers ist, das Theater zu revolutionieren. Doch es wird auch ein Brecht gezeigt, der von Nichts genug haben kann, ob es Ruhm ist oder Frauen sind, die er mit Kindern zurücklässt.

Authentizität der Zeitzeugen

Die Authentizität bekommt der Film durch die immer wieder auftretenden Zeitzeugen, Fotografien und Bildmontagen von Aufnahmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch wirken einige fiktive Teile zu stark in die Länge gezogen und zu fragmentarisch, was nur durch die dokumentarischen Elemente zusammen gehalten wird.

Der erste Teil endet mit dem Aufkommen des Faschismus in Deutschland. Die Jahre im Exil werden im zweiten Teil durch Rückblenden angerissen, was allerdings die Dramatik und die Probleme von Brecht im Exil abschwächt.

Burghart Klaußner übernimmt die Rolle des nun älteren Brechts. In einem gespalteten Deutschland möchte er das Theater als Sprechrohr der Gesellschaft inszenieren und ein eigenes Theater bekommen. Auch im zweiten Teil bilden die vielen Liebschaften Brechts weiterhin den roten Faden, mit denen sich seine Ehefrau Helene Weigel (Lou Strenger) arrangieren muss. "Es ist schwer über Brecht zu reden, ohne die anderen Frauen zu erwähnen", erzählt Lou Strenger als Helene Weigel.

Auch nach drei Stunden des Dokudramas bleibt die Frage offen, wer die Person Brecht eigentlich war. Tom Schilling und Burghart Klaußner portraitieren einen jeweils etwas anderen Brecht. Am Schluss liegt es am Zuschauer sich zu entscheiden und Gedanken über den deutschen Dramatikern zu machen.

Autor:

Katharina Wieczorek aus Essen-West

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