Holsterhauser Norden hat Entwicklungspotential

Die Flüchtlingsunterkunft 67a in der Münchener Straße ist zur Zeit zur Hälfte belegt.
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  • Die Flüchtlingsunterkunft 67a in der Münchener Straße ist zur Zeit zur Hälfte belegt.
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Einmal mehr konnten sich Mandatsträger und Mitglieder der Holsterhauser SPD bei ihrem Bürgerspaziergang am 17. März von den Entwicklungsmöglichkeiten dieses Wohnquartiers mit angrenzendem Gewerbegebiet überzeugen. Dennoch mussten auch die weniger schönen Seiten angesprochen werden. Treffpunkt war an diesem stürmischen Freitag das Gebäude an der Münchener Straße 67, in dem eine Flüchtlingseinrichtung und eine große Musikschule untergebracht sind. Frau Ina da Silva erwartete die Besuchergruppe der SPD Holsterhausen vor dem Gebäude und schilderte ihre besondere Situation. "Leider hat sich noch nichts getan. Wir sind noch immer im Unklaren darüber, was werden soll."

Für die Kinder gibt es noch immer keine Außenspielfläche, obwohl es dazu eine Zusage gibt. Dazu SPD-Ratsfrau Julia Jankovic: "Gerade für die Kinder ist es eine gute Versorgung in der Einrichtung wichtig. Es bestehen zwar gut ausgestattete Kinderräume aber keine naheliegende Außenspielfläche. Obwohl neben der Einrichtung eine nicht genutzte überdachte Halle besteht und der Investor Arndt Gabriel zugesagt habe, diese als Spielfläche nutzbar zu machen, ist rein gar nichts passiert. Es kann nicht sein, dass noch mehr Wohnkapazitäten geschaffen werden ohne eine Außenfläche herzurichten. Hier sehen wir Herrn Gabriel in der Pflicht schnellstens zu handeln."

Nach dem Besuch bei der Musikschule ging es weiter über die Münchener Straße in Richtung Harkortstraße. Auffällig sind hier die großen freien Flächen, die zum Teil noch in Firmenbesitz sind wie ThyssenKrupp oder Widia. Einige neue Betriebe haben sich schon angesiedelt, aber manche Flächen drohen als illegale Müllkippen mit Bauschutt usw. zu verwahrlosen.

Hinter diesen Freiflächen hat vor Jahren IMMEO die ganze Häuserreihe renoviert und modernisiert. Noch heute sind alle Wohnungen vermietet, es gibt keinen Leerstand. Vor der Straße geschützt lädt ein Spielplatz Kinder zum Spielen ein. Sogar eine Kindertagespflegestätte ist inzwischen dort untergebracht. Auffällig ist auch die gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Vor den Häusern ist eine Haltestelle der Buslinie 196.

Ein richtiger Schandfleck befindet sich an der Kreuzung Harkort- und Bunsenstraße. Das Haus Nummer 48 ist nicht mehr bewohnt und sieht verwahrlost aus. Dazu die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp: "Solche Immobilien können schnell zu großen Problemen für die Nachbarschaft werden, denn es ist offensich, dass sie nicht genutzt werden und befinden sich in einem bedenklichen Zustand. Es wäre wünschenswert, dass das Ordnungsamt sich ihrer annimmt und sich mit den Eigentümern in Verbindung setzt. Letztlich wird man an einem Abriss und Neubau nicht vorbei kommen."

Der Spielplatz in der Bunsenstraße bildet das Zentrum des Wohnquartiers im Holsterhauser Norden. Vor Kurzem müssen Mitarbeiter von Grün und Gruga da gewesen sein, weil der Beschnitt der Bäume und Pflanzen recht frisch aussieht. Die Spielgeräte sind in einem sehr guten Zustand, wovon sich die Teilnehmer des Bürgerspaziergangs überzeugen konnten. der Sand sollte allerdings bald ausgetauscht werden, weil er nicht mehr den besten Eindruck macht. Leider fehlen dem Spielplatz noch Paten, damit der Zustand des Spielplatzes auch so erhalten werden kann. Interessenten melden sich bitte beim Kinder- und Familienbüro der Stadt Essen, Telefon: 0201 88 88544, Frau Koppetsch Telefon: 0201 88 88533, Frau Plewe-Probst. SPD-Vorstandsmitglied Manfred Grolewski appelliert an diesem Ort daran, dass Hinterlassenschaften von den vierbeinigen Freunden doch zu vermeiden seien, da viele Kinder den Spielplatz nutzen.

Den Abschluss bildete wie so oft in den letzten Jahren ein Besuch bei der Arbeitersamariterjugend (ASJ) in der Harkortstraße 14 A. Die ASJ übernimmt viele Ausgaben im Holsterhauser Norden in der Kinder- und Jugendarbeit. Zusätzlich engagieren sich die Mitglieder und Mitarbeiter am Runden Tisch für Flüchtlinge in Holsterhausen. Der SPD Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder zog am Ende des Tages ein positives Fazit des Bürgerspaziergangs: "Solche Aktionen sind wichtig, um sich mit den Problemen und Ideen der Menschen vor Ort auseinanderzusetzen. Zuhören und gemeinsam Lösungen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu finden, sind die Grundvoraussetzungen für bessere Lebensqualität. Der Holsterhauser Norden ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch sehr viel zu tun."

Autor:

Benno Justfelder aus Essen-Süd

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