Das tut sich im Westen

Volles Haus bei der Bürgersprechstunde mit Bezirksbürgermeister Klaus Persch (rechts, mittlere Reihe). Mit dabei: Ingrid Fimmel (dritte von rechts, vordere Reihe), Kursteilnehmerin der ersten Stunde.
  • Volles Haus bei der Bürgersprechstunde mit Bezirksbürgermeister Klaus Persch (rechts, mittlere Reihe). Mit dabei: Ingrid Fimmel (dritte von rechts, vordere Reihe), Kursteilnehmerin der ersten Stunde.
  • hochgeladen von Frank Blum

25 Jahre VHS-Kurs „Fundstücke im Essener Westen“ - Bezirksbürgermeister war vor Ort

Bezirksbürgermeister Klaus Persch persönlich gab sich die Ehre, beim 500. Treffen des Arbeitskreises „Fundstücke im Essener Westen“ vorbeizuschauen. Bereits seit 25 Jahren erkundet der Kurs der Volkshochschule den Essener Westen.

„Ein Vierteljahrhundert ist eine ganz schön lange Zeit“, meint Ingrid Fimmel, Kursteilnehmerin der ersten Stunde. „Und wir haben immer wieder spannende Dinge entdeckt.“
Günter Hinken, Studienleiter der Volkshochschule: „Kurse wie dieser, die sich mit Stadtteilgeschichte und -politik beschäftigen, sind ein wichtiger Bestandteil im VHS-Programm und gehören zum zentralen Auftrag unserer Weiterbildungs-Einrichtung.“
Bezirksbürgermeister Klaus Persch überreichte dem Kurs zum Jubiläum eine Replik des Essener Stadtsiegels und berichtete anschließend im Rahmen einer Bürgersprechstunde über Aktuelles aus Altendorf, Frohnhausen und der neuen Weststadt:

Baustelle: Die Altendorfer Straße wird zwei Jahre lang umgestaltet, dabei werden auch die Kanäle erneuert. Ziel ist eine Verbesserung des Verkehrsflusses durch die Neuordnung von Fahrbahn und Parkraum. Die Gehwege werden verbreitert.

See: Der Bau des Niederfeldsees beginnt. Der See wird eine Fläche von etwa zwei Hektar haben und die Allbau AG errichtet dort auf 5.000 Quadratmetern 60 neue Wohneinheiten.

Markt: Der Ehrenzeller Platz, 5.000 Quadratmeter groß, soll heller und übersichtlicher werden. Er wird nach dem Umbau weiterhin als Markt- und Veranstaltungsplatz genutzt werden können. Immer mittwochs uns samstags findet der Wochenmarkt in der Zwischenzeit auf der Haskenstraße statt.

Dom: Der Kirchplatz des Altendorfer Domes soll umgestaltet werden, im besten Fall ähnlich des Kirchplatzes an der Apostelkirche. Gespräche mit der Künstlerin Simone Elsing, die die Skulptur „Focus of Life“ nahe des Forums Apostelkirche geschaffen hat, haben bereits stattgefunden.

Warenhaus: Das SB-Warenhaus Real zieht an die Haedenkampstraße um. Der Neubau soll in zwei Jahren eröffnet werden. Auf dem Gelände an der Haedenkampstraße wurde eine Bunkeranlage bereits aufwändig verfüllt. Auf dem heutigen Real-Gelände ist anschließend hochwertige Wohnbebauung geplant.

Serlohstraße: Der Sportplatz an der Serlohstraße und die Sporthalle werden aufgegeben. Auf dem Gelände wird ein Discounter errichtet.

Bockmühle: Der Sportplatz erhält neue Kunstrasenplätze, die Umkleideräume werden umgebaut.

Bärendelle: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, was die Suche nach einem Investor erschwert. Für fünf bis sechs Millionen Euro könnte dort ein Verwaltungs- und Kulturzentrum entstehen. Ein Theater und ein Kindergarten haben bereits Interesse zur Nutzung von Räumen bekundet. Proberäume für Bands wären ebenso möglich. Im Gegenzug könnte sich die Stadt 150.000 Euro jährlich an Miete für das Gebäude an der Freytagstraße sparen.

Linie 109: Die Straßenbahnlinie 109 soll demnächst von Frohnhausen durch den Berthold-Beitz-Boulevard fahren. Von dort folgt sie ihrem heutigen Linienverlauf Richtung Steele und erschließt die Innenstadt über die zentralen, unterirdischen Haltestellen Berliner Platz und Porscheplatz.

Rohrnetz: Das Essener Rohrnetz ist marode und das Material aus der Nachkriegszeit zerfällt zunehmend. Die Folge: Kostspielige Sanierungs-Maßnahmen, die zu zahlreichen Baustellen auch auf Hauptverkehrsstraßen im Essener Westen führen.

Altendorf: 25 Jahre lang hat sich der Stadtteil negativ entwickelt. Vermutlich 10 bis 15 Jahre wird es nun dauern, bis die begonnenen Maßnahmen („Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf“) greifen werden.

Drogen: Die Maßnahmen der Polizei und weiterer Dienststellen greifen. Die Drogenszene, die die Altendorfer Bürger in den letzten Monaten immer mehr beunruhigt hat, ist - nach Einschätzung von Experten - in Auflösung.

Oase: Keine Chance für die Wiedereröffnung der Oase - nach den Beschlüssen des Rates. Das Gebäude wird vermutlich abgerissen und das Gelände für Wohnbebauung genutzt.

Einzelhandel: Für Bürger in Frohnhausen Ende werden die Wege zum Einkaufen immer weiter. Der Mangel des Einzelhandels in diesem Gebiet wird nun auch Thema von Politik und Stadtentwicklern.

Hundetüten: Im Frohnhauser Gervinuspark sollen demnächst Hundetüten-Automaten aufgestellt und die Resonanz getestet werden. Die Entsorgung übernimmt die EBE.

Jugendzentrum: Auf dem Gelände des ehemaligen Jugendzentrums Papestraße ist die Einrichtung einer Zukunftsschule der Evangelischen Kirche geplant. In dem Neubau sollen 800 behinderte und nichtbehinderte Kinder sämtliche Abschlüsse erwerben können.

Parkplätze: Die Bürger ärgern sich über die Parksituation auf der Berliner Straße, auf der teilweise das Parken auf der Fahrbahn erlaubt ist. Dies soll nicht geändert werden, weil diese Regelung nach Experten-Meinung automatisch zu einer Geschwindigkeitsreduzierung führt.

Autor:

Frank Blum aus Essen-Süd

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

28 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.