Studie zu Rassismus auf dem Arbeitsmarkt
Name entscheidet über Chancen

Foto: Bild: Tumisu

Eine kürzlich veröffentlichten Studie der Universität Siegen bestätigt, was viele bereits wussten: Wer einen Namen trägt, der auf einen Migrationshintergrund verweist, hat es auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwerer als jemand mit einem typisch deutschen Namen. Besonders betroffen sind Menschen mit arabischen und türkischen, aber auch Personen mit russischen oder traditionell jüdischen Namen.

Man sollte meinen, dass es in Essen als Ruhrgebietsstadt, mit einer 150-jährigen Geschichte der Migration vor allem aus Polen, der Türkei, Südeuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten, anders aussähe. Aber dem ist nicht so: Auch hier erhalten Bewerberinnen und Bewerber mit „ausländisch“ klingenden Namen der Studie zufolge deutlich seltener Antworten auf Bewerbungsschreiben.

„Es kann nicht sein, dass in Sonntagsreden von Chancengerechtigkeit gesprochen wird, während sie in der Lebensrealität vieler junger Menschen mit türkischen oder arabischen Namen schlicht nicht existiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen erneut, wie tief strukturelle Diskriminierung und Rassismus im Ausbildungssystem verankert sind“, kommentiert Farwa Ahamdyar, Spitzenkandidatin von LICHT Essen bei den anstehenden Kommunalwahlen. „Das ist nicht hinnehmbar. Politik muss endlich die Rahmenbedingungen schaffen, um faire Zugänge zu sichern. Aber auch Betriebe sind in der Verantwortung. Es kann nicht über Fachkräftemangel geklagt werden, wenn gleichzeitig Menschen wegen ihres Namens und ihres familiären Hintergrund ausgeschlossen werden.“

LICHT Essen fordert die Einführung anonymer Bewerbungsverfahren für alle Jobs bei der Stadt Essen. Außerdem soll sie sich dafür einsetzen, dass solche Verfahren auch in allen in Essen ansässigen Betrieben eingeführt werden. Darüber hinaus muss dringend der institutionelle Rassismus angegangen werden.

Ramazan Seven, Kandidat für den Stadtrat, erklärt: „Solange der Diskurs über Menschen mit Migrationshintergrund ständig um Kriminalität, „Fremdheit“ und Gefahr kreist, solange migrantische Bevölkerungsgruppen stigmatisiert und migrantische Stadtteile sozial benachteiligt werden, solange Polizei und Ämter Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft systematisch schikanieren, solange sich die Behörden einer offen diskriminierenden Sprache bedienen, so lange werden auch in der Gesellschaft Vorurteile und Rassismus verbreitet und akzeptiert sein.“

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