"Pottfiction": Kreativ die Welt verändern

Am Consol Theater ist man bereits Feuer und Flamme für das grenzenlos kreative Projekt der Kulturmetropole Ruhr. | Foto: Gerd Kaemper
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Hinter dem Titel „Pottfiction“ verbirgt sich ein Projekt ohne kreative Grenzen für junge Menschen, die sich selbst und ihre Umwelt neu erleben, erfinden und gestalten möchten.

Neugierig, leidenschaftlich und verrückt

„Wir beschäftigen uns in der Gruppe Gelsenkirchen mit dem Thema ‚neugierig‘“, berichtet Sven Hensel, Abiturient und Teilnehmer von „Pottfiction“. Weitere Gruppen in der Kulturmetropole Ruhr beschäftigen sich mit den Themen „mutig“, „verrückt“, „romantisch“ und „leidenschaftlich“. Dabei geht jede Gruppe anders an ihr Thema und nutzt verschiedene künstlerische Methoden, um sich an ihres heranzutasten.

„Mal improvisieren wir, mal besprechen wir Texte zum Thema, mal basteln wir, mal durchlaufen die Jugendlichen einen Parcour, den ich aufgebaut habe - es gibt manigfaltige Möglichkeiten, das Thema ‚neugierig‘ anzugehen“, erklärt Ludmilla Ebert, Theaterpädagogin und Projektleiterin der Gelsenkirchener Gruppe.

Kreativer Freiraum für Entscheider von morgen

Der kreative Freiraum soll vor allen Dingen dazu dienen, den jungen Menschen die Möglichkeiten zu geben, ihre Visionen für eine bessere Welt präsentieren zu können. Durch diese Mischung aus Kunst erschaffen und kultureller Bildung zeigen die Entscheider von morgen, wie ihre idealen Gesellschaftsentwürfe aussehen. „Ich bin nur da, um Impulse und Hilfestellung zu geben, denn die Jugendlichen entwickeln und organisieren alles selbst“, betont Ebert.

Camp am "Big Tipi" in Dortmund

Höhepunkt des Jahres wird das Camp vom 11. bis 16. August sein, das auf dem Gelände des „Big Tipi“ in Dortmund stattfinden wird. Dort kommen alle Gruppen zusammen und leben, arbeiten und inspirieren sich und teilnehmende Künstler dabei gegenseitig. Hier werden auch die Abschlussarbeiten der Gruppen vorgestellt: Ob das dann schlussendlich Skulpturen, Theaterstücke, Tanzeinlagen oder Live-Graffiti-Art ist, steht noch offen. „Jeder Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren kann sich noch beteiligen, wir freuen uns auf weitere Teilnehmer mit neuen Impulsen“, ermuntert Kentrup. Die Einladung gilt für die Projektphasen sowie für das Camp.

Spenden Sie!

Seit letztem Herbst treffen sich die Gruppen alternierend in den teilnehmenden Theatern, um über weitere Themengebiete zu unterhalten; Finanzierung des Projektes, beispielsweise. „Wir wissen noch nicht, wie es nach diesem Jahr mit ‚pottfiction‘ weiter geht“, bestätigt Georg Kentrup vom Consol Theater. Um das diesjährige Camp zu fördern und eventuell weitere Investoren auf das Projekt aufmerksam zu machen, wurde ein Profil auf einer Crowdfunding-Seite erstellt (www.startnext.de/pottfiction). Hier geht es vordergründig um die Pflanzung von 2.000 Bäumen, damit das Camp "spurlos verschwindet"; die Jugendlichen wollen keine CO2-Fußspuren hinterlassen.

Starkes Netzwerk der Urbanen Künste

In diesem Jahr wird das Projekt von Urbane Künste Ruhr unterstützt, was auch bei der Organisation vieles erleichtert hat. „Eine Kooperation zwischen so vielen Theatern ist nicht selbstverständlich“, betont Virgilio Pelayo von Urbane Künste Ruhr (UKR). Durch das eng gewobene Netzwerk der UKR konnten neben dem Consol Theater auch das HELIOS Theater (Hamm), das KJT (Dortmund), das Junge Schauspiel (Bochum), das Schauspiel Essen und das Theater Kohlenpott (Herne) gewonnen werden.

Mitmachen!

Interessierte Jugendliche können sich jederzeit beim Consol Theater, Tel. 0209/9882282, oder per e-Mail an kontakt@consoltheater.de melden, um an dem Projekt teilzunehmen.

Am Consol Theater ist man bereits Feuer und Flamme für das grenzenlos kreative Projekt der Kulturmetropole Ruhr. | Foto: Gerd Kaemper
Philosophische und gesellschaftskritische Fragen sind Teil des kreativen Prozesses bei "Pottfiction". | Foto: Gerd Kaemper
Autor:

Deborrah Triantafyllidis aus Gelsenkirchen

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