Die GRÜNEN: "A 52 - Wir hatten keine andere Wahl!"

Bei der Infoveranstaltung der GRÜNEN beschrieb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernd Lehmann ausführlich den Stand der Planungen für eine dritte Autobahn durch Gladbeck.
  • Bei der Infoveranstaltung der GRÜNEN beschrieb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernd Lehmann ausführlich den Stand der Planungen für eine dritte Autobahn durch Gladbeck.
  • Foto: Braczo
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Mario Herrmann, GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender und seit Jahrzehnten für seine Partei im Stadtrat vertreten, hatte alles perfekt mit einer Power-Point-Schau organisiert, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernd Lehmann beschrieb dann als Hauptreferent ausführlich den Stand der Planungen für eine dritte Autobahn durch Gladbeck.

Auf der Leinwand präsentierten sie sich malerisch in der Luftbilddarstellung: Der Tunnel und das gigantische Autobahnkreuz, malerisch eingebettet in der Lieblingsfarbe der GRÜNEN, der schöne Bauernhof mit seiner rot-schwarzen Fachwerkfront auf der Computer-Animation „bereits abrasiert“.

Trotz der Beteuerungen der Grünen-Fraktion: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, lag eine spürbar bedrückende Stimmung bei den insgesamt 27 Besuchern in der Luft, eine „Flüsterasphalt-Jubelveranstaltung“, wie sie bei SPD und CDU zur Zeit abläuft, hätte auch nicht zur größten deutschen Öko-Partei gepasst. Lehmann weiter: „Mit dem Tunnel erfüllt die Straßenbaubehörde eine zentrale Forderung unserer Fraktion!“

Zwei grüne Stammwählerinnen gaben dann auch ihrer Enttäuschung freien Lauf: „Ausgerechnet die Gladbecker Grünen machen da mit, im Gegensatz zu den grünen Ratsvertretern in den Nachbarstädten - und verursachen damit noch mehr Feinstaub“. Die Grünwählerin weiter:
„Wenn das Kreuz kommt, kann ich nicht mehr durch Wittringen spazieren!“ Eine andere Wählerin: „Mit Lärmschutz hat das nichts zu tun, wenn wir noch mehr Lastwagen durch Gladbeck fahren lassen!“

Die grünen Mandatsvertreter versprachen darauf, sich in Zukunft für weitere Umweltzonen einzusetzen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Steffens stellte dann auch klar: „Als fundamentalistische Grüne müsste ich eigentlich gegen eine weitere Autobahn sein - aber dann stimmte ich doch dafür, denn wir hatten keine andere Wahl!“

Die ansonsten diskussionsfreudige grüne Partei begrenzte die weitere Diskussion auf die wenigen Beiträge, nach einer halben Stunde sprach der Fraktionsvorsitzende das Schlusswort, denn um 21 Uhr endete der Mietvertrag im Lange-Haus

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