Nachbarschaftshilfe: Zweckeler für Zweckeler

Für den guten Zweck: Nachbarschaft schafft Hilfe in Zweckel
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Der demografische Wandel in Deutschland lässt sich nicht aufhalten. Und nirgendwo in Gladbeck leben mehr über 60-jährige als im nördlichsten Stadtteil Gladbecks.
Die Rede ist von knapp 3160 Menschen, von denen ein Großteil kleinere Hilfestellungen im Alltag benötigt, um noch möglichst lange in der vertrauten Umgebung wohnen zu können. Da die Finanzierung solcher Hilfeleistungen oft schwierig ist und nicht von der Pflegeversicherung geleistet werden kann, braucht unsere Gesellschaft zunehmend jüngere tatkräftige Mitmenschen, die sich in ihrer Nachbarschaft engagieren.

Im Rahmen des Beteiligungsprojekts „PiA“ (Partizipation im Alter) und in Kooperation örtlicher Wohlfahrtsverbände organisiert das Seniorenbüro Zweckel jetzt vor Ort "Nachbarschaftshilfe von Zweckeler für Zweckeler“ mithilfe einiger Ansprechpartner.
Die Formen der Hilfeleistungen sind vielfältig und natürlich, je nach Bedarf, individuell verschieden. Ob man seinem Nachbarn aus der Zeitung vorliest, ihn zum Einkauf oder bei einem Arztbesuch begleitet, im Garten anpackt, zusammen bummeln geht, eine defekte Glühbirne auswechselt oder schlicht Gesellschaft leistet. Betätigungsmöglichkeiten gibt es genügend.
„Im oder am Haus eines älteren Menschen ist oft was zu tun,“ erklärt Ulrich Hauska, Leiter der Seniorenberatung.

„Was sich für Senioren schon als problematisch erweist - das Wechseln der besagten Glühbirne oder der Austausch von Batterien der Fernbedienung - ist für Jüngere im Handumdrehen erledigt.“ Ein gewerbsmäßiger Charakter dieses Projekts sei von vornherein ausgeschlossen. Außerdem werde kein ehrenamtlich Tätiger „alleine gelassen, sondern umfassend beraten“, versichern die Ansprechpartner.
So wird es in Kürze einen Stammtisch geben, der wichtige Fragen aufgreifen wird. Wie ist beispielsweise die Haftung im Versicherungsfall geregelt?
„Ehrenamtliche sind über eine Versicherung des Landes abgesichert und werden von hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt,“ so Beate Schniederjan, AWO. „Vom Seniorenbüro im Herzen von Zweckel aus koordiniert, ist es uns wichtig, der Aktion ein Gesicht zu geben, persönlich und immer erreichbar.“

Gründe für ein Engagement gäbe es viele. „Man nutzt seine Freizeit sinnvoll, erhält Anerkennung, hilft anderen und trägt erheblich dazu bei, unsere Gesellschaft mitzugestalten“, erklärt Gisela Volke, Ansprechpartnerin PiA.
Ein weiteres Ziel sei es, das Projekt später auch auf andere Stadtteile zu übertragen.
Die Ansprechpartner in Zweckel freuen sich über jedes Engagement aus dem Stadtteil, denn „Nachbarschaftshelfer handeln schnell, direkt und unbürokratisch“.
Also: Einfach anrufen und beraten lassen.

Foto1: www.pixelio.de

Autor:

Christian Gensheimer aus Essen-Nord

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