Phönixstraße: Wann sorgt dieStadt Gladbeck endlich für Ordnung?

Der abgemeldete Pkw steht am Fahrbahnrand und die Paletten mit den großen Tüten sowie den Ziegelsteinen wurden auf dem Grünstriefen zwischen Phönixstraße und Gehweg zwischengelagert: Eigentlich nicht zu übersehen, aber bislang haben die Beschwerden verärgerter Nachbarn und weiterer Anwohner keinen Erfolg gebracht. Foto: Kariger
  • Der abgemeldete Pkw steht am Fahrbahnrand und die Paletten mit den großen Tüten sowie den Ziegelsteinen wurden auf dem Grünstriefen zwischen Phönixstraße und Gehweg zwischengelagert: Eigentlich nicht zu übersehen, aber bislang haben die Beschwerden verärgerter Nachbarn und weiterer Anwohner keinen Erfolg gebracht. Foto: Kariger
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Butendorf. Der "Stein des Anstosses" besteht eigentlich aus drei Einzelteilen, ist aber auf jeden Fall nicht zu übersehen: An der Ostseite der Phönixstraße in Butendorf zieren im Einmündungsbereich zur Eichendorffstraße schon seit geraumer Zeit ein abgemeldeter Pkw als auch zwei Paletten mit großen Plastiksäcken sowie Ziegelsteinen den Fahrbahnrand.

Nachbarn und auch weiteren Anwohnern der Phönixstraße ist dieser Anblick verständlicherweise "ein Dorn im Auge". Zu den Kritikern gehört auch Rolf Koch, der sich in der Lokalkompass-Redaktion meldete. Verärgert ist Koch nicht nur darüber, dass der Fahrbahnrand ganz offensichtlich als Abstell- und Lagerfläche missbraucht wird, sondern auch auch über die Stadt Gladbeck. Eigenen Aussagen nach hat Koch wiederholt über die "Beschwerde-App" den Missstand gemeldet. Geschehen ist nach Aussagen des Butendorfers aber nichts, sieht man davon ab, dass die Stadt Gladbeck schriftlich mitteilte, man werde den Besitzer des Autos und der Paletten unter Androhung eines Bußgeldverfahrens auffordern, den Wagen und auch die Paletten unverzüglich zu entfernen. Getan hat sich bislang aber nichts - weder seitens des Angeschriebenen noch seitens der Stadt Gladbeck.

Unterstützung erhält Koch von weiteren Anwohnern der Phönixstraße, die den Lokalkompass-Fotografen vor Ort direkt ansprachen. Es tue sich einfach nichts, beklagen sich die gestressten Phönixstraße-Anrainer und bestätigen damit die Ausführungen von Rolf Koch. Uneinigkeit herrscht lediglich darin, wie lange schon der Pkw am Fahrbahnrand steht. Rolf Koch spricht von "gefühlten Monaten", seine Nachbarn geben einen Zeitraum von "mindestens vier Wochen" zu Protokoll. Deutlich länger, davon zeugt das deutlich sichtbare Herbstlaub, stehen die Paletten am Fahrbahnrand.

Und so macht sich Verdrossenheit bei den Beschwerdeführern breit. "Das interessiert doch scheinbar gar nicht!"

Im Rathaus interessiert man sich indes sehr wohl für die Geschehnisse an der Phönixstraße. Vom Willy-Brandt-Platz wurde gemeldet, dass es betreffs des abgestellten Fahrzeuges im August 2016 eine erste Beschwerde gegeben habe. Ein Eingreifen des Ordnungsamtes sei aber nicht möglich gewesen, da der Pkw zu diesem Zeitpunkt zwar über keine gültige TÜV-Plakette verfügt habe, sehr wohl aber noch angemeldet gewesen sei. Seitdem, so die Stadt Gladbeck in ihrer Stellungnahme, habe es für die Mängel-App und auch an das Ordnugnsamt keinen Hinweis mehr gegeben. Zudem habe es im Dezember 2016 eine gebührenpflichtige Verwarnung durch die Polizei gegeben. Der Fall sei bekannt und das "normale Verfahren", eingeleitet durch das Aufbringen des bekannt-berüchtigten "Rotaufklebers" auf der Frontscheibe, laufe. Generell funktioniere das Abschleppen eines Fahrzeuges ohnehin "nicht von heute auf morgen". Es sei denn, von dem Auto gehe eine Gefährdung aus.

Der Hinweis auf die aktuelle Lage an der Phönixstraße hat aber dennoch zu einem (Teil-)Erfolg geführt. So kurzfristig wie möglich werden Mitarbeiter des "Kommunalen Ordnungsdienstes" (KOD) an der Phönixstraße vorbeischauen, um unter anderem die Größe der Inanspruchnahme öffentlichen Verkehrsraumes zu ermitteln. Weitergehende Schritte behält sich die Stadt Gladbeck vor.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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