Verdacht auf Amoklauf am Berufskolleg Hattingen - Umliegende Straßen 90 Minuten lang gesperrt
Zum Glück nur ein Fehlalarm

Teilweise schwer bewaffnet durchkämmten einige der rund 60 Kräfte der Polizei das Berufskolleg an der Raabestraße. Zum Glück stellte sich der Amok-Alarm als Fehlalarm heraus. Foto: Römer
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  • Teilweise schwer bewaffnet durchkämmten einige der rund 60 Kräfte der Polizei das Berufskolleg an der Raabestraße. Zum Glück stellte sich der Amok-Alarm als Fehlalarm heraus. Foto: Römer
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Ein von einem Techniker durchgeschnittenes Kabel hat heute Vormittag am Berufskolleg Hattingen des Ennepe-Ruhr-Kreises einen Amok-Alarm ausgelöst. Betroffen waren 500 Schüler aus 20 Klassen, die sich wie für solche Fälle vorgesehen in ihren Klassenräumen verbarrikadierten.

Zwischen Auslösen und Aufheben des Alarms vergingen rund 90 Minuten. Polizeisprecherin Sonja Wever zum STADTSPIEGEL: "Die Meldung ging bei uns um 9.45 Uhr ein. Da eine tatsächliche Bedrohungslage zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, waren wir mit 60 Kräften im Einsatz."
Auch als rund eine Stunde später nahezu sicher war, dass sich kein Täter im Gebäude befand, nahm die Polizei den Einsatz sehr ernst. "Es lagen uns keine Hinweise auf einen Täter vor. Dennoch sind wir so vorgegangen, wie es für eine solche Situation vorgesehen ist", so Sonja Wever.

Schulgebäude wurde sorgfältig durchsucht

Gang für Gang wurde kontrolliert, ob sich ein Täter im Gebäude befindet. Parallel wurden die Straßen rund um das Berufskolleg an der Raabestraße gesperrt, die benachbarte Grundschule informiert und Rettungskräfte in Schulnähe postiert. Eine kollabierte Schülerin wurde unter Polizeischutz aus dem Gebäude gebracht und von Sanitätern versorgt. Die Feuerwehr koordinierte Teile des Einsatzes vom Busbahnhof Reschop aus.
"Natürlich sind wir alle erleichtert, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hat. Wir dürfen aber ebenso feststellen: Unser Konzept für Amoklagen und die Zusammenarbeit mit der Polizei haben sehr gut funktioniert. Die Schüler und Lehrer haben die Vorgaben so wie erforderlich und mehrfach geübt umgesetzt", so Schulleiter Holger Hoffmann.
Nach dem Aufheben der Bedrohungslage stehen den Schülern ein Betreuungsteam der Polizei wegen der psychischen Belastung auch über den Tag hinaus, wie die Polizeisprecherin sagt, sowie die Schulsozialarbeiter zur Verfügung.

Betreuungsteam der Polizei für die Schüler

Das Berufskolleg Hattingen wird derzeit saniert. Aus diesem Grund sind Teile des Unterrichts sowie der Lehrer und Schüler in das Schulzentrum Holthausen ausgelagert. Am eigentlichen Standort in der Raabestraße nutzt die Schule das so genannte A Gebäude, im B Gebäude sind Handwerker beschäftigt.

Teilweise schwer bewaffnet durchkämmten einige der rund 60 Kräfte der Polizei das Berufskolleg an der Raabestraße. Zum Glück stellte sich der Amok-Alarm als Fehlalarm heraus. Foto: Römer
Auch der Rettungsdienst der Feuerwehr war vor Ort. Es musste lediglich eine Schülerin versorgt werden, die wohl vor Aufregung kollabiert war.       Foto: Römer
Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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