Landesliga: Sieg für Sportfreunde - Bezirksliga: SCO mit letztem Aufgebot nur Unentschieden

Obwohl seine Mannschaft stark gekämpft hatte, musste Spielertrainer Marius Kundrotas am Wildhagen mit dem TuS Hattingen (rote Hosen) ein 1:2 gegen den Tabellenzweiten CSV SF Bochum-Linden hinnehmen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kundrotas selbst zeigt diese Szene den Siegtreffer der von Ex-VfL-Profi Frank Benatelli trainierten Lindener per Kopf zehn Minuten vor Schluss.  Foto: Sander
  • Obwohl seine Mannschaft stark gekämpft hatte, musste Spielertrainer Marius Kundrotas am Wildhagen mit dem TuS Hattingen (rote Hosen) ein 1:2 gegen den Tabellenzweiten CSV SF Bochum-Linden hinnehmen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kundrotas selbst zeigt diese Szene den Siegtreffer der von Ex-VfL-Profi Frank Benatelli trainierten Lindener per Kopf zehn Minuten vor Schluss. Foto: Sander
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Wo: Sportplatz Wildhagen, Wildhagen, 45525 Hattingen auf Karte anzeigen

(von Toni Bertrams)

Auf dem Weg in die neue Oberliga machten die Westfalenliga-Fußballer der TSG Sprockhövel den nächsten Schritt. Sie setzten sich mit 3:0 durch und freuten sich, dass sich die Verfolger artig unentschieden trennten.

Westfalenliga, Gr. 2
SF Oestrich-Iserlohn –  TSG Sprockhövel 0:3, SpVgg Erkenschwick – TuS Eving-Lindenhorst 4:0, TuS Ennepetal – BV Brambauer-Lünen 1:0, TuS Heven – FSV Werdohl 4:1, 1. FC Kaan-Marienborn – FC Brünninghausen 2:1, DJK TuS Hordel – BV Westfalia Wickede 2:2, SG Wattenscheid 09 – DSC Wanne-Eickel 2:1, SpVg. Olpe – SuS Langscheid/Enkhausen 1:3. Spielfrei: ASC 09 Dortmund.

TSG Sprockhövel
Es war ein perfekter Sonntag für die TSG Sprockhövel. „Im Moment passt es: Wir gewinnen unsere Spiele und die anderen patzen halt“, sagte Trainer Lothar Huber nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg bei den SF Oestrich-Iserlohn. Weil sich der Tabellensechste DJK TuS Hordel und der Tabellensiebte BV Westfalia Wickede 2:2 trennten, haben die Sprockhöveler nun auf dem sicheren Oberliga-Aufstiegsrang fünf (47 Punkte, 47:37 Tore) drei Zähler Vorsprung auf das Verfolger-Duo – und das klar bessere Torverhältnis.
„Es war aber nicht so einfach, wie es das Ergebnis aussagt“, erklärte Lothar Huber, der seinem Team auch vorher gesagt hatte, dass es ihm nicht auf Schönspielerei ankomme, sondern er einfach nur die drei Punkte holen wolle. Was nichts daran änderte, dass die TSG ihre Aufgabe souverän erledigte.
Nachdem Sebastian Greitemann vor der Pause zum 1:0 getroffen hatte (23.), beherrschten die Sprockhöveler nach dem Wechsel Ball und Gegner fast nach Belieben. „Die Iserlohner konnten auch das Tempo der ersten Halbzeit nicht mehr mithalten und haben stark abgebaut“, sagte Lothar Huber.
So schraubten Ferhat Uelker nach Vorarbeit von Andrius Balaika (50.) und Berkant Canbulut – ein Klasse-Tor – das Ergebnis auf 3:0 hoch. „Aber“, sagte Lothar Huber, „ich wäre auch mit einem 1:0 zufrieden gewesen.“
Zwei Partien stehen jetzt noch aus. „Und wenn wir diese beiden Heimspiele gewinnen“, glaubt der TSG-Coach, „werden wir das auch schaffen.“

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
Sportfreunde Niederwenigern – SC Velbert 3:2, Vogelheimer SV – ESC Rellinghausen 06 2:2, SpVg Schonnebeck – TSV Ronsdorf 3:0, SV Burgalten­dorf – Cronenberger SC 0:0, SSV Sudberg – DJK Arminia Klosterhardt 2:3, TSV Safak­spor Oberhausen – SV Adler Osterfeld 1:1, Rot-Weiß Essen II – FSV Vohwinkel 3:0, SSVg 09/12 Heiligenhaus – Tgd. Essen-West 3:4.

Sportfreunde Niederwenigern
Mit einem guten Sieger-Gefühl werden die Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag in die Partie mit dem Hauch eines Endspiels um Platz 13 bei der Tgd. Essen-West gehen, die auf dem ersten Abstiegsrang zwei Zähler weniger hat. Gegen den SC Velbert setzte sich das Team von Trainer Jürgen Margref (29 Punkte, 49:47 Tore) mit 3:2 (1:0) durch und feierte seinen fünften Rückrunden-Sieg.
Es war aber ein Erfolg, den die Sportfreunde etwas entspannter hätten haben können. Chancen in Hülle und Fülle hatten sie in der ersten Hälfte und Martin Kniest hätte mehr Tore als das 1:0 (16.) erzielen können. „Zweimal läuft er allein auf den Torwart zu, einmal köpft er aus fünf Metern. Den muss er einfach machen“, sagte Jürgen Margref, dem Fabian Lümmer (dickes Knie) und Matthias Hendricks (umgeknickt) gefehlt hatten.
Nach dem Wechsel erhöh­te Velbert den Druck, ehe Marcus John für eine Zwischenerlösung sorgte. Der 37-Jährige traf zum 2:0 (56.).
Aber es war längst noch nicht die Zeit gekommen, das Spiel nach Hause zu schaukeln. Schließlich schafften die Gäste das 1:2 (74.) – kurz nach dem Torwart-Wechsel der SFN. Daniel Paries musste passen (Leistenprobleme), Marius Nieland kam.
Zwar erhöhte Marcus John dann auf 3:1 (88.), „aber Tobi Tempel meinte, er müsste das Spiel noch einmal spannend machen“ (Margref). Velbert verkürzte auf 2:3. Und der Rest? „Die drei Minuten Nachspielzeit dauerten eine gefühlte Ewigkeit.“

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
SC Obersprockhövel – TuS Esborn 0:0, FSV Gevelsberg – Hedefspor Hattingen 2:1, TuS Hattingen – CSV SF Linden 1:2, TuS Ennepetal II – SC Berchum/Garenfeld 2:0, TuS Wengern – VfB Westhofen 3:1, ETuS/DJK Schwerte – Geisecker SV 1:1. Spielfrei: VfB Schwelm, TSG Herdecke.

SC Obersprockhövel
Die Luft ist raus und auch der zweite Platz in ganz weite Ferne gerückt. Der Tabellendritte SC Obersprockhövel (39 Punkte, 45:30 Tore) musste sich gegen den Tabellendrittletzten TuS Esborn mit einem 0:0 begnügen. Dabei hatte Trainer Uli Sieweke erhebliche Personalprobleme und sprach von seinem letzten Aufgebot.
Dennoch war nicht zu übersehen, dass die Gäste aus Wetter galliger waren, dass sie im Abstiegskampf unbedingt punkten wollten. „Alles, was wir in der Hinrunde richtig gemacht haben, machen wir jetzt falsch“, sagte der SCO-Coach, dessen Team aus acht Partien in der zweiten Serie nur zehn Punkte geholt hat.

Hedefspor Hattingen
Der negative Lauf, den sein Team zurzeit hat, kommt für Peter Kursinski nicht überraschend. Nach dem 1:2 (0:1) beim FSV Gevelsberg hat Hedefspor Hattingen erneut einen Platz verloren und liegt nur noch auf Rang sechs (32 Punkte, 41:34 Tore). Allerdings hätte es im Stadion Stefansbachtal auch anders laufen können.
Wenn nämlich Torwart Selçuk Aydin nicht in der 14. Minute vom Elfmeter-Punkt gescheitert wäre und wenn er beim 0:1 (25.) nicht gepatzt hätte. Oder wenn Hedefspor seine zahlreichen Chancen gerade in der ersten Hälfte besser genutzt hätte. So aber reichte es, nachdem der FSV auf 2:0 erhöht hatte (65.), zwei Minuten vor dem Ende nur noch zum Ehrentor durch Sinan Akdogan.

TuS Hattingen
Etwas mehr Cleverness und der TuS Hattingen hätte gegen den Tabellenzweiten CSV SF Linden vielleicht einen Punkt geholt. So aber setzte es für die Rot-Weißen ein 1:2 (0:1), nach dem sie mit drei Zählern Rückstand weiter auf Relegations-Platz elf liegen (21 Punkte, 37:47 Tore). Allerdings war es auch eine Niederlage, die Mut macht. „Wir haben uns wirklich ordentlich verkauft“, fand Spielertrainer Marius Kundrotas.
Nach dem frühen Gegentreffer (12.) waren die Gastgeber zwar geschockt, aber spätestens nach der Pause fingen sie auch wieder Feuer. Der schnelle Lohn: Marius Kundrotas gelang in der 62. Minute das 1:1. Aus dem Bonus-Punkt im Abstiegskampf wurde aber nichts, da die Bochumer nur acht Minuten später nach einer Ecke ihren 2:1-Siegtreffer markierten.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
SV Union Velbert – Sportfreunde Niederwenigern II 2:1, Heisinger SV – Rot-Weiß Mülheim 4:2, Mülheimer SV 07 – DJK TuS Holsterhausen 2:1, Schwarz-Weiß Essen II – Essener SG 99/06 2:3, SSVg Velbert 02 II – Trab­zon SKV W.-Heiligenhaus 4:1, SC Steele 03/20 – SC Werden- Heidhausen 3:0, TVD Velbert – SV Kray 04 3:0, SV 09/19 Kupferdreh – SC Velbert II 6:1.

Sportfreunde Niederwenigern II
Das schöne Fünf-Punkte-Polster für die Sportfreunde Niederwenigern II ist erst einmal futsch und auf zwei Zähler geschrumpft. Während der Tabellen-13. (25 Punkte, 37:77 Tore) beim SV Union Velbert mit 1:2 (1:1) unterlag, feierte die auf Abstiegsrang 14 nur noch zwei Zähler schlechter platzierte Essener SG 99/06 einen 3:2-Sieg. Zumindest einen Punkt aber hätte Niederwenigerns Zweite holen können. So sorgte Milan Kremer für das 1:0 (26.), das der Fusionsklub nur sechs Minuten später ausglich. Gerade einmal zwei Minuten betrug die Distanz dann nach dem Wechsel zwischen den entscheidenden Szenen. Zunächst traf Florian Ebert den Pfosten, und dann schossen die Velberter ihr 2:1-Siegtor (74.). „Nach einem unnötigen Foulelfmeter“, wie SFN-Coach Mirko Kursinski sagte.

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