Stellungnahme der EFH zur aktuellen Situation Menden - Hemer

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Stellungnahme der EFH zur aktuellen Situation Menden - Hemer

11.September 2012 / Eigentlich könnten wir Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. uns angesichts der aktuellen Debatte um den Abbau der Strecke Menden – Hemer entspannt zurücklehnen. Es ist schon faszinierend, wie eine Bahnstrecke, für die sich bis 2007 kein Politiker – auch kein Mendener Politiker – interessiert hat, nun zum Spielball interkommunaler Machtkämpfe gerät.

Dabei muss doch eigentlich klar sein, dass alle Reaktivierungsbemühungen ohne die Stadt Hemer scheitern müssen. Die Argumente, die jetzt gegen die Pläne der Stadt Hemer vorgetragen werden, sind sämtlich richtig und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nachvollziehbar.

Diese Argumente sind für die Stadt Hemer aber überhaupt nicht relevant. Hier geht es schlicht und einfach um Geld. Geld, das für eine ungewollte Trasse ungewollt ausgegeben werden musste, um auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände innerstädtische Straßenbauvorhaben realisieren zu können. Bekannter Weise musste die Stadt Hemer Trasse und Bahnhofsgelände im Paket kaufen.

Ungezählte Anläufe hat es gegeben, die Strecke in einen Radweg umzuwandeln. Erst verhinderte Sturmtief Kyrill das Vorhaben, dann die Rhein-Sieg-Eisenbahn und schließlich die Maßgabe erst eine Potenzialanalyse durchführen zu müssen. Und weiterhin bleibt das Stadtsäckel Hemers in dieser Angelegenheit leer.

Da wäre noch ein weiterer Grund, warum die Politik Hemers so auf Stur schaltet und das ist Druck von außen. Niemand lässt sich gerne „fremdbeglücken“ und seien die Argumente noch so gut. Und im Falle „Oesetalbahn“ war die Fremdbeglückung ja extrem, wenn auch rechtlich einwandfrei. Die Folgen konnte man 2010 gut beobachten. Die Landesgartenschau fand quasi ohne Eisenbahn statt – leider. Man kann einer Stadt nicht etwas aufdrücken, was sie nicht will! Und genau das wird im Falle dieser Strecke versucht.

Wenn man also die Gleise erhalten will, muss ein Weg gefunden werden, wie Hemer das investierte Geld zurückbekommt. Man muss auch die Frage beantworten, was in den nächsten Jahren bis zu einer möglichen Reaktivierung (angepeilt ist 2028) mit der alten Gleisanlage geschehen soll. Hemer hat die Antwort, Menden nicht.

Gleichzeitig gilt es aber in Hemer weiter Überzeugungsarbeit zu leisten, dass eine moderne Eisenbahn mit der Museumsbahn, wie sie bis 1989 durch Hemer fuhr, nichts mehr zu tun hat. Wir haben das seit 1985 leider vergeblich versucht.

Kurz: Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der allen beteiligten Seiten die Gesichtswahrung ermöglicht.

Aber es bleibt dabei: Eine Reaktivierung wollen wir (hoffentlich) alle – aber sie ist nur mit aktiver Mithilfe der Stadt Hemer zu schultern! Und da bleibt noch viel zu tun.

Johannes Schmoll
1. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.

vom Pressesprecher Burkhard Wendel
http://www.efhoennetal.de

Autor:

Peter Gerber aus Menden (Sauerland)

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