Erstes Opfer im Arbeitskampf des Sicherheitsgewerbes

Auftraggeber Reaktion zu Verbesserungen im Lohngefüge des Sicherheitsgewerbes


Wie schon im Artikel über unseren Arbeitskampf erwähnt, ist die Wahrnehmung von Sicherheitsleuten in der Öffentlichkeit sehr gering. Dass hängt auch mit der für uns üblichen Arbeitszeit zusammen.
Dass wir aber auch NUR als lästiger Kostenfaktor betrachtet werden, erfahren wir seitens der Auftraggeber auch immer wieder.
Die Politik hat ein Outsourcen von Arbeitsbereichen möglich gemacht, das Menschen, die im Rahmen des Arbeitnehmer Überlassung Gesetzes (AÜG = Leiharbeit), oder wie wir nach Arbeitnehmer Entsendegesetz (ArbEntsG = Sicherheitsgewerbe), sich in einem Rechtsfreien Raum bewegen. Man kann sie Willkürlich an die Luft setzen. Begründung: Freie Marktwirtschaft.

Was ist Marktwirtschaft ?


In der Schule haben wir gelernt, das Angebot und Nachfrage den Markt bestimmt.
Technische Errungenschaften, medizinische Erkenntnisse, mediale Kommunikation manipulieren die Nachfrage und konstruieren das Angebot. So entsteht ein Wirtschaftskreislauf. Betonung liegt auf Kreislauf, Wirtschaft ist nicht linear, wie es durch Wachstum Wunschdenken ständig suggeriert wird.

Es gibt Produzenten und Konsumenten:

Produzent = Angebot - Hersteller (Industrie, Handel, Banken, Versicherungen und Dienstleistungen jeder Art)
Konsument = Wir alle
Fazit: Produzenten benötigen Arbeitnehmer um Ihre Produkte herzustellen, anzubieten, und zu verkaufen. Daraus folgt zwangsläufig:

Der Konsument IST zum grössten Teil ARBEITNEHMER

.
Die Wirtschaftsbosse bejammern Konjunktur - Einbrüche, die sie selber schaffen. Die Politik spielt ihnen zu, weil eine Legislaturperiode schnell enden kann, und dann nur noch "Ehrenbesoldung" zur Verfügung steht.

Produzenten sind also Arbeitgeber!!

Das Industrie, Handel, Banken, etc. als Auftraggeber über Raubtier -
Mentalitäten verfügen ist nicht entschuldigt, aber bekannt. Öffentliche Auftraggeber, ob nun Kommunal, oder Träger der Sozialversicherungen, oder kirchliche Einrichtungen, sowie Gewerkschaftliche Betriebe, sollten sich IHRER besonderen Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern bewusst sein, die Aufgrund ihrer Auftragsvergabe, Sozialversicherungspflichtig für sie tätig sind.

Entsorgung statt Versorgung


Ich bin angehörig in einer Christlichen Religionsgemeinschaft, und ich habe mich wegen meines sozialen Demokratie Denkens, einer christlichen Partei angeschlossen, zudem bin ich Arbeitnehmer - Interessenvertreter mit Rücksicht auf das Machbare.
Ich bin seit fünf Jahren für eine gemeinnützige Einrichtung tätig, in der Menschen liebevoll umsorgt und versorgt werden, und unterstütze die Mitarbeiter mit aller Kraft, in ihrer Tätigkeit.
Die Geschäftsführung wird mich zum Monatsende entsorgen. Weil ich wohl zu teuer bin? Das geschieht jetzt zum zweiten Mal, nach Jahrelanger Beschäftigung, Entfernung ohne Rücksicht.
Das kann allen Mitarbeitern in unserem Gewerbe so passieren, trotz langjähriger Tätigkeit an einem Objekt, gibt es keinen Bestandsschutz. Wir sind Unpersonen in einem Betrieb, dem wir Schutz gewähren.
Ich möchte eine Lanze brechen, für alle diese Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe, die der Solidargemeinschaft Beträge bringen, und den Kommunen kein Geld kosten. Vor allem wenn sie es mit vernünftiger Zahlungsmoral verdienen.

Autor:

Heinz Brunotte aus Herne

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