Iserlohn: Alarmsystem deckt nicht das gesamte Stadtgebiet ab
Wurden nicht alle Bürger rechtzeitig gewarnt?

Eine Sirene ist beispielsweise auf dem Dach der Feuerwacher in Letmathe platziert.  Archiv-Foto: Stephan Faber
  • Eine Sirene ist beispielsweise auf dem Dach der Feuerwacher in Letmathe platziert. Archiv-Foto: Stephan Faber
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Nach der Hochwasserkatastrophe ist in der Politik eine Diskussion entfacht, ob es rechtzeitige Warnungen für die Bürger gegeben habe und in welchem Zustand sich das Iserlohner Sirenensystem aktuell befindet.
Volker Keitmann (SPD) und Michael Schmitt (CDU) richteten diesbezüglich  - unabhängig voneinander - diese Fragen an Bürgermeister Michael Joithe und bekamen nun eine schriftliche Antwort aus dem Rathaus. Darin hieß es, dass das Warn- und Sirenensystem im Jahre 2015 in Iserlohn mit 8 Sirenen neu installiert worden sei. Alte Sirenen wurden verschrottet und über die neuen gäbe es einen Wartungsvertrag.
Jeden 2. Samstag im Monat heulen um 12.05 Uhr alle Sirenen. Darüber hinaus gibt es jährlich landesweite Sirenenwarntage. Sirenen, die dabei nicht ertönen, würden unmittelbar repariert. Die Anlagen entsprächen dem neuesten Standard und seien mit Akkus ausgestattet.
Im Jahre 2017 stellte das Land NRW erneut Mittel zum Ausbau des Sirenensystems zur Verfügung, so dass das bestehende System um vier weitere Sirenenstandorte  (Stadtmitte/Wermingsen) erweitert werden konnte. Der Bürgermeister räumt dabei ein, dass bis zum heutigen Tag das Alarmsystem das gesamte Stadtgebiet Iserlohn allerdings nicht abdecke. Daher sollen in Kürze weitere Fördermittel für die Ergänzung des Warnsystems vom Ministerium bereitgestellt werden. 
Mobile Sirenen gäbe es bislang nicht. Doch beim Ordnungs- und Servicedienst der Stadt Iserlohn gäbe es drei Autos, die eine Vorrichtung für Lautsprecherdurchsagen hätten. Davon sei in Krisensituationen bereits Gebrauch gemacht worden. Auch die Feuerwehr verfüge über Wagen mit Lautsprechervorrichtungen, die bei Einsätzen genutzt würden.

Gibt es einen Krisenstab?

Um wichtige Informationen im Krisenfall an die Bürger weiterzuleiten, gibt es bei der Stadt Iserlohn einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse. "Als Leiter dieses Stabes wurde ich vom Bürgermeister beauftragt, den Aufbau und die Besetzung dieses Stabes zu überprüfen und Erfahrungen aus den jüngsten Krisensituationen einfließen zu lassen", erklärt Christian Eichhorn, Ressortleiter für Sicherheit. Die Krise werde in der Regel durch die Verwaltung ohne politische Beteiligung abgearbeitet. 
Volker Keitmann bittet zudem darum, in der nächsten Sitzung des Feuerwehrausschusses am 30. September das Thema noch näher zu beleuchten.

Autor:

Anja Jungvogel aus Unna

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