Mit Schmuckdose ins Fernsehen
Kamener waren bei Bares für Rares zu Gast

Die Kamener Birgit und Ralf Kramps waren bei "Bares für Rares" zu Gast, zu dessen Händlern (v.l.) Roman Runkel, Dr. Elisabeth "Lisa" Nüdling, Moderator Horst Lichter, Thorsden Schlößner, Julian Schmitz-Avila und Steve Mandel gehören. Nüdling und Mandel lieferten sich ein Bieterduell um die Souvenierdose der Kramps.
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  • Die Kamener Birgit und Ralf Kramps waren bei "Bares für Rares" zu Gast, zu dessen Händlern (v.l.) Roman Runkel, Dr. Elisabeth "Lisa" Nüdling, Moderator Horst Lichter, Thorsden Schlößner, Julian Schmitz-Avila und Steve Mandel gehören. Nüdling und Mandel lieferten sich ein Bieterduell um die Souvenierdose der Kramps.
  • Foto: ZDF/Frank W. Hempel
  • hochgeladen von Tobias Weskamp

30 Jahre lang besaßen Birgit und Ralf Kramps eine kleine Dose, ohne zu wissen, was sie wert ist. Erst durch die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ erfuhren sie vom Wert des Schmuckstücks – und das live vor der Kamera.

Als Birgit und Ralf Kramps in einer Sendung von „Bares für Rares“ – In der von Horst Lichter moderierten ZDF-Sendung bieten Bewerber eine mitgebrachte Kuriosität, Rarität oder Antiquität zum Verkauf an – sahen, wie eine Dame drei Schmuckdosen dabeihatte, erinnerten sie sich an eine Dose, die sie selbst besaßen. „Die Dosen waren nicht ortsbezogen. Unsere kann man aber Paris zuordnen“, erklärt Birgit Kramps. „Zehn Minuten später hatte ich unsere Bewerbung per Handy fertig gemacht“, ergänzt Ralf Kramps.

Ihre Dose haben Kramps vor etwa drei Jahrzehnten in einem kleinen Antiquitätenladen in Unna-Königsborn erstanden. „Wir besaßen dort eine chemische Reinigung, und der Laden war nebenan“, beschreibt Birgit Kramps. Gekostet hat die Dose damals etwa 5 DM. „Sie gefiel mir einfach als Dekoartikel“, so die 58-Jährige.

Nach ein paar Wochen wurden die Kramps von der produzierenden Firma Warner Bros. ITVP um weitere Fotos sowie eine genaue Beschreibung gebeten. „Pro Person mussten wir – auch Corona-bedingt – etwa zehn Formulare ausfüllen“, erinnert sich Ralf Kramps. Alles wurde professionell vorbereitet: „Wir bekamen sogar ein Schreiben, mit dem wir bei einer etwaigen Kontrolle hätten belegen können, dass wir einen Drehtermin hatten.“ Maske tragen und strenge Hygiene waren dann auch vor Ort wichtig.

Beim Dreh im Walzwerk in Pulheim bei Köln gab über ein halbes Dutzend verschiedene Stationen. Expertin Wendela Horz konnte die beiden Kamener ausführlich über deren Dose informieren. Diese war ein Souvenir, das auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900, die ganz im Zeichen der Elektrizität stand, verkauft wurde. „In dem Jahr war der Eiffelturm das erste Mal komplett beleuchtet, wie wir erfuhren“, gibt Ralf Kramps ein Beispiel. Die Ausstellung war mit 50 Millionen gut besucht. Zum Vergleich: Bei der Weltausstellung 2000 in Hannover waren es „nur“ 18 Millionen.

Die Dose gab es damals en masse. „Besonders ist aber, dass sie bis jetzt überlebt hat“, so Birgit Kramps. Gewünscht wurden von ihr und ihrem Mann 50 Euro. Da dies die von der Expertin genannte Wertobergrenze war, bekamen sie die Händlerkarte.

Zudem gab es auch ein paar persönliche Worte von Moderator Horst Lichter. „Er ist neben der Kamera genauso sympathisch wie beim Dreh“, erzählen Birgit und Ralf Kramps. Der Dreh verlief sehr professionell, wie Ralf Kramps beschreibt: „Als einmal draußen ein Rettungswagen mit Martinshorn vorbeifuhr, wurde kurz unterbrochen“, so der 54-Jährige.

Dann ging es zu den Händlern, die das Exponat vorher nicht zu Gesicht bekommen hatten. „Es war mit einem Tuch abgedeckt“, erinnert sich Birgit Kramps. Besonders Lisa Nüdling zeigte sofort Interesse und hatte das Bild eines romantischen Heiratsantrags in Paris vor Augen. Aber auch Händler Steve Mandel, der viele französische Kunden im Grenzraum Monschau hat, war interessiert. Zwischen beiden entspann sich ein kleiner Bieterkrimi, den Mandel am Ende für sich entscheiden konnte. Für 100 Euro – der Start lag bei 15 Euro – konnten Birgit und Ralf Kramps ihre Dose verkaufen.

Aufgeregt waren die Beiden nicht, fanden es aber sehr interessant, hinter die Kulissen einer ihrer Lieblingsserien blicken zu können. „Aufgeregt waren wir nur bei der Ausstrahlung“, so Birgit Kramps lachend. „Die Eigenwahrnehmung ist dann doch etwas anders“, ergänzt ihr Mann. „Freunde haben uns aber gesagt, dass wir vor der Kamera genauso waren wie sonst auch.“ Vielleicht gibt es irgendwann sogar ein Wiedersehen bei „Bares für Rares“. „Wir haben noch ein paar Designerstücke, die vielleicht auch was für die Sendung wären“, verrät Birgit Kramps. Wer weiß: In ein paar Jahren sind sie vielleicht wieder dabei…

Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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