Klimaschutz geht alle an
Bürgermeisterkandidat Rolf Janssen diskutierte mit Landwirten und Naturschützern

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Der Eichenhof von Elmar Hannen in Kleve-Reichswalde bot die Kulisse für das 3. Bürgergespräch von Rolf Janßen, unabhängiger Bürgermeisterkandidat, unterstützt von Bündnis 90/Die Grünen in Kleve. Diesmal ging’s um den Klima- und Naturschutz.

Nach einleitenden Hinweisen von Kleves führendem Hobby-Metereologen Hubert Reyers zur Veränderung des Klimas schilderten Theo Sonderfeld (Kellen) und Elmar Hannen (Reichswalde) die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Zum dritten Jahr hintereinander würden die Landwirte durch die Trockenheit gebeutelt und - angesichts des sich verschärfenden ökonomischen Druckes - an den Rand ihrer Existenz gebracht. Mindestens so schlimm wie den Landwirten ergehe es zur Zeit dem deutschen Wald, ergänzte Gerd Thomas, der über vierzig Jahre für den Reichswald in Materborn und im Tiergartenwald zuständig war. Die schlimmen Folgen der Trockenheit und das Anwachsen der Schädlinge hätten katastrophale Ausmaße angenommen. Das betreffe den Reichswald, noch stärker aber die Nadelbaumbestände im Sauerland, die sich bereits braun gefärbt hätten. Zu bedenken sei schließlich, dass der Wald über ein Drittel der Fläche in Deutschland einnehme und eine wesentliche Bedeutung für das Klima besitze.

NABU-Vorstand Dietrich Cerff erläuterte, dass sich anhand des Verschwindens oder der Neuansiedlung neuer Arten relativ genaue Indikatoren für den Klimawandel ergeben würden. Darauf wiesen Biologen bereits seit den 60er Jahren hin. Er rief dazu auf, sich an der aktuellen landesweiten Kampagne „Volksbegehren Artenschwund“ zu beteiligen und sich in die bereitliegenden Unterschriftenlisten einzutragen. Die Anstrengungen zum Insektenschutz und zum Erhalt der Biodiversität seien ihm ein zentrales Anliegen.

Was kann man kommunal tun?
Hoffnung legten die Diskutanten auf ein zusammenfassendes Konzept des kürzlich eingestellten Klimamanagers, der die bisherigen Vorschläge und Konzepte bündeln soll. Wichtig ist allen den Anwesenden die Pflege der Grünanlagen und der städtischen Straßenbäume, deren schattenspendende und klimaregulierende Funktion gerade in der aktuellen Hitzeperiode hochwillkommen ist. Künftig müsse aber bei Planungen unbedingt darauf geachtet werden, dass der offene Raum um die Stadtbäume nicht zu knapp bemessen und die Bäume genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können.

Rolf Janssen verwies auf seine familiären Wurzeln im Bereich der Landwirtschaft. Er teile die Sorgen der Anwesenden und nehme sie ernst. Klimaschutz und Naturschutz seien elementar wichtig. Bei den derzeitigen Anstrengungen in Kleve sei noch „Luft nach oben“. Es gelte aber auf jeden Fall, die Landwirte beim Klimaschutz mit ins Boot zu nehmen. Die anwesenden Landwirte zeigten sich dazu bereit. Was die zunehmend schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft betreffe seien zwar primär europa-, bundes- und landespolitische Ebenen gefordert. Aber das sollte eine Kommune nicht daran hindern, gemeinsam mit den Landwirten auch auf örtlicher Ebene nach Möglichkeiten zu suchen, die Gesamtsituation für die Landwirtschaft zu verbessern. Denn die Landwirtschaft sei prägend für die Region, Arbeitgeber, Versorger und erbringe einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft.

Ein Videomitschnitt des Bürgergesprächs wird in Kürze auf die Webseite www.janssen-fuer-kleve.de eingestellt.

Fotos: Thomas Velten

Autor:

Thomas Velten aus Kleve

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