Forschungstaucher des SDA Kiel e.V. folgen dem Engagement von Stadt . Land . Fluss ... Schluss? e.V.
Makrophyten, Biberpopulation und Spundwände werden am Spoykanal erforscht

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Alles begann mit der Idee, Unterwasserfotos im Klever Spoykanal knipsen zu wollen, die für jedermann ganz neue Einblicke des Spoykanals ermöglichen sollen. Als der als Niederrheintaucher Clemens Venmans aktive Taucher aus Geldern von dem Anliegen des Fördervereins Stadt . Land . Fluss ... Schluss? e.V. erfuhr, sagte er direkt zu, zusammen mit einigen seiner Kollegen an insgesamt drei Tagen Fotos unter Wasser und aus der Entenperspektive zu knispsen und so den Verein zu unterstützen.

Der Taucher, der von dem Engagement des Vereins für den Erhalt der Briener Schleuse und die Wiederherstellung einer schiffbaren Verbindung zwischen Rhein und Spoykanal ziemlich begeistert ist, erklärte sich sofort bereit, dem Verein auch nach dem Fotoshooting zur Seite zu stehen.

Und so kam es, dass er die Forschungstaucherorganisation SDA Kiel e.V. auf den Spoykanal und dessen Potenzial aufmerksam machte und die beiden Vereine miteinander bekanntmachte.

Der Regionalleiter der Forschungstauchervereinigung SDA NRW, Michael Schröder, sowie der Vorsitzende des Klever "Schleusen-Fördervereins", Helmuth Plecker, verständigten sich schnell über mögliche Szenarien einer Zusammenarbeit. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht absehbar, welche Rolle der Forschungstaucherverein im Engagement für die Inwertsetzung des historischen Spoykanals bekommen sollte.

Nun kündigt er für Ende November den Beginn der Forschungs- und Erkundungsarbeiten unter Wasser an. Das mobile SDA-NRW-Labor kommt dann nach Kleve an den Spoykanal. Die erforderlichen Sondertauchgenehmigungen  wurden bereits u.a. durch die Stadt Kleve sowie dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein erteilt. Das Projekt "Lebensräume im Spoykanal" kann beginnen.

Makrophyten vs. Schiffe auf dem Spoykanal

Die Taucher wollen herausfinden, inwieweit der Spoykanal von der Ansiedlung sogenannter Makrophyten betroffen ist, welche Arten identifiziert werden können und wie sich diese auf eine mögliche Beschiffung des Kanals auswirken. Der Verein hat erkannt, dass das Areal des Spoykanals in diesem Hinblick bis dato unerforscht sei. Makrophyten, die im Allgemeinen von Berufstauchern als "Kraut" bezeichnet werden, stellen für die Schiffbarkeit von Wasserstraßen regelmäßig ein Problem dar.

Die Population der Biber am Spoykanal

Im Rahmen der Forschungen soll auch die Biberpopulation dokumentiert werden. Am Spoykanal insbesondere am Tweestrom ist bereits seit mehreren Jahren eine Biberfamilie heimisch. Der Niederrheintaucher Venmans sah sich bei seiner Fotosession an der Briener Schleuse unerwartet einem Biber gegenüber. Das spontan angefertigte Foto wurde nicht nur von der lokalen Presse mit Interesse veröffentlicht. Der Biber steht unter Artenschutz und wird auch bei einem geplanten Wissenschaftsprojekt der HSRW, das der Klever Förderverein begleiten wird, in den Fokus gerückt.

Spundwände am Kanalufer

Bei ihren Tauchgängen werden auch die alten Spundwände, die zur Uferbefestigung des Spoykanals vor vielen Jahrzehnten eingebaut wurden, untersucht.

Alle Ergebnisse werden in Zukunft für die Entwicklung und Umsetzung mehrerer Inwertsetzungsmaßnahmen am Spoykanal nützlich sein.

Forschungstaucherorganisation SDA Kiel e.V.

Die Forschungstaucher-Organisation SDA Kiel legt den Fokus ihrer Arbeiten in unterwasser-archäologischen und limnischen Bereichen von Lebensräumen in Gewässern.  Die Vereinigung verfügt über umfassende Erfahrungen und Forschungsergebnisse in Kanälen der Binnenwasserstraßen. Die SDA NRW unterhält einen Stützpunkt in Herne beim KSC/RHK. Die Aktiven sind Forschungstaucher nach erweiteter Norm "Europäische Forschungstaucher mit internationalem Abschluss". Mehr zum SDA: www.sda-kiel.org

Förderverein Stadt . Land . Fluss ... Schluss? e.V.

Der Förderverein Stadt . Land . Fluss ... Schluss? e.V. wurde in Kleve gegründet, um u.a. die Stadt Kleve bei ihrem Bemühungen zum Erhalt der denkmalgeschützten Schleuse in Brienen, dessen ersatzloser Abriss derzeit geplant ist, sowie die Wiederherstellung einer schiffbaren Verbindung zwischen dem Rhein und dem Spoykanal zu unterstützen und diese zu fördern. Mit diversen Events und Aktionen rund um die Wasserstraße sowie den Aufbau eines interdisziplinären Stakeholder-Netzwerkes engagiert sich der Verein bereits sehr umtriebig seit seiner Gründung im Januar dieses Jahres. Mehr zum Klever Förderverein: www.spoyland-kleve.de

Autor:

Helmuth Plecker aus Kleve

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