Kuh-Erschrecker riskieren viel für Klicks

Kühe sind friedliche Tiere, doch fühlen sie sich bedroht, geraten sie schnell in Panik.
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Heinz-Dieter Kortenbruck kennt sich aus mit seinen Kühen - doch auch er machte schon schmerzhafte Erfahrungen. Der Landwirt warnt: User, die sich mit Videos im Internet feiern lassen wollen, riskieren für ein paar Klicks im schlimmsten Fall ihr Leben.

Kühe erschrecken, die Kulikitaka-Challenge, treibt Landwirten im Moment den Blutdruck in die Höhe. Internet-Nutzer, meist junge Menschen, gehen zum Lied Kulikitaka vor Kuhherden auf der ganzen Welt breitbeinig und mit gesenktem Kopf in Position, rennen wild mit den Armen wedelnd auf die Tiere zu und filmen sich dabei - später landet das Clip mit den panisch flüchtenden Tieren dann auf Plattformen wie TikTok oder Youtube. Heinz-Dieter Kortenbruck, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe und Landwirt in Bergkamen kann darüber nicht lachen, denn es drohen schlimme Folgen: "Kühe sind im Grundsatz friedliche Tiere, doch wenn sie ihre Kälber beschützen wollen oder ein Bulle seine Herde, dann kippt schnell die Stimmung." Kortenbruck spricht aus Erfahrung. Im Frühjahr drückte ihn eine Kuh, die ihr Kalb beschützen wollte, vor eine Wand. Kortenbruck erlitt Prellungen und hatte damit noch Glück, denn immer wieder kommt es in solchen Situationen zu Todesfällen, auch unter Landwirten. Gefahr besteht aber nicht nur für den "Kuh-Erschrecker", sondern auch für Unbeteiligte. Kortenbruck erlebte das vor Jahren ebenfalls mit seinen eigenen Tieren. Die Kühe waren in Panik versetzt worden, eventuell durch einen freilaufenden Hund, durchbrachen den Weidezaun liefen über Straßen und durch Gärten. Stunden später erst konnten sie wieder eingefangen werden - zum Glück ohne einen Unfall.
"Weiden zu betreten, auf denen Tiere sind, ist in jedem Fall keine gute Idee", fasst Kortenbruck zusammen und hofft wie viele seiner Kollegen, dass bei den Usern am Ende die Vernunft gewinnt - und nicht die Jagd nach den Klicks.

Thema "Kühe" im Lokalkompass:
> Kommentar: Beweis der Dummheit

Kühe sind friedliche Tiere, doch fühlen sie sich bedroht, geraten sie schnell in Panik.
Kühe grasen friedlich in den Lippewiesen - ein idyllisches Bild.
Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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