Stolpersteine erinnern ab 22. April 2014 an Naziverbrechen - Hier Details über Heinrich Bußmann

Die Ehrentafel der Lüner SPD erinnert an die vom Naziregime ermordeten Heinrich Bußmann, Eduard Petra und Auguste Schnakenbrock.
  • Die Ehrentafel der Lüner SPD erinnert an die vom Naziregime ermordeten Heinrich Bußmann, Eduard Petra und Auguste Schnakenbrock.
  • hochgeladen von Udo Kath
Wo: Horstmarer Straße 28, Horstmarer Straße 28, 44532 Lünen auf Karte anzeigen

Heinrich Bußmann wurde im Alter von 46 Jahren im Konzentrationslager (KZ) Dachau am 18. August 1942 ermordet. (* 6. Januar 1896 in Lünen).

Er war ein Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten. In Gedenken daran werden, im Rahmen eines europäischen Kunstprojektes deshalb am Dienstag nach Ostern, am 22. April, ab 10:30 Uhr, in Lünen-Osterfeld, Horstmarer Straße 28 und 30 und anschließend Im Wiesengrund 13, durch den in Berlin geborenen Kölner Künstler Gunter Demnig (66) Betonsteine mit drei Tafeln aus Messing verlegt. Dabei wird auch an die ehemaligen Mitglieder und vom Naziregime ermordeten Mitglieder des Lüner Rates Eduard Petrat und Auguste Schnakenbrock erinnert. Nach der Begrüßung durch den SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Michael Thews hält NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales Guntram Schneider eine Gedenkrede. Musikalisch und textlich begleitet wird die Aktion vom ehemaligen Leiter der Heinrich-Bussmann Schule, Jürgen Ortlepp.
Heinrich Bußmann arbeitet nach einer Ausbildung zum Bergmann er auf der Zeche Victoria in Lünen, zwischenzeitlich auch untertage auf der Zeche Waltrop. Mit 18 Jahren trat er der SPD in Lünen bei und wurde 1923 in den Rat der Stadt gewählt. Nach kurzer Arbeitslosigkeit 1928 arbeitete er als Bauarbeiter, er wurde Ende 1932 allerdings wieder arbeitslos. Während seiner Zeit als Stadtverordneten-Vorsteher stellte er sich gegen die Nationalsozialisten. 1933 kam er im Lüner Polizeigefängnis in Schutzhaft. Seit dem 13.3.1936 bis zu seiner Ermordung begann für in ein großer Leidensweg. Er kam in die Steinwache nach Dortmund, anschließend über das Gerichtsgefängnis Dortmund, die Strafanstalt in Herford, das Strafgefangenenlager Aschendorfer Moor wieder in die Dortmunder Steinwache. Übergangslos wurde er in verschiedene Konzentrationslagern wie, Buchenwald, Ravensbrück und Dachau inhaftiert. Hier wurde er am 18. August 1942 erschlagen. Wie meistens üblich, wurde den Angehörigen ein anderes Todesdatum und ein anderer Todesgrund genannt. In diesem Fall sollte der offizielle Todestag der 20. August 1942 gewesen sein. Angebliche Todesursache: Versagen von Herz und Kreislauf bei Darmkatarrh. 1992 gab Neffe Prof. Dr. Ludwig Bußmann ein 167-seitiges Buch über „Sein Leben und Wirken“ heraus. Seit 1996 verleiht die Lüner SPD jährlich den Heinrich-Bußmann-Preis an verdiente Persönlichkeiten. In der Lüner Jubiläumsbroschüre 150 Jahre SPD aus 2013 befindet sich ein mehrseitiges Zeitzeugeninterview mit seinem Sohn Willi Bußmann von Thilo Scholle. In Lünen wurde nach Heinrich-Bußmann eine Hauptschule benannt.

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