Junge Autorin aus Lünen schreibt an viertem Buch

Schreiben ist Lena Neukirchens Leidenschaft - ob in der Natur, in ihrem Zimmer oder im Zug.
  • Schreiben ist Lena Neukirchens Leidenschaft - ob in der Natur, in ihrem Zimmer oder im Zug.
  • hochgeladen von Carolin Rau

Sie schreibt, seit sie denken kann. Kurzgeschichten und Bücher, zum Beispiel über die Themen Liebe und Zeit. Zu ihren Genres gehört fast alles, außer Thriller und Krimis. Für Lena Neukirchen, Germanistik und Geschichtsstudentin aus Alstedde, gibt es nur wenige Dinge, die sie lieber tut.

Gerade sind es die Liebe und Beziehungen, die die 20-Jährige beschäftigen, wenn sie mit dem Stift über ihrem Schreibblock hockt. Denn sie hat angefangen, ein neues Buch zu schreiben. „Das Buch beschäftigt sich mit Beziehung und den Bedingungen, die an sie geknüpft sind“, erzählt sie.

Genauer gesagt geht es um ein Mädchen und einen Jungen, die sich verlieben. Der Junge, er macht bald ein Auslandsjahr in den USA, stellt deshalb die Bedingung auf, die Beziehung nur einzugehen, wenn das Mädchen sich jeden Tag telefonisch bei ihm melden. Als das Mädchen ins Krankenhaus kommt und diese Bedingung nicht mehr umsetzen kann, übernimmt eine Krankenschwester ihre Aufgabe. Der Junge und die Krankenschwester verlieben sich und so beginnt für den Jungen der Konflikt, ob er sich an Bedingungen hält oder seinen Gefühlen fügt.

Inspiration durch andere Menschen

Um die Ideen für ein Buch zu bekommen, braucht es viel Kreativität und vor allem Inspiration. Die holt sich Lena Neukirchen, indem sie andere Menschen beobachtet, zum Beispiel während sie durch die Stadt läuft. Und auch bei sich selbst: „Ich schreibe ganz viel über mein eigenes Leben und über mein eigenes Verliebtsein“, erklärt sie.

So sind in diesem Jahr schon rund 20 Kurzgeschichten entstanden, im Laufe der Zeit hat sie außerdem mehrere Bücher gefunden. Der Beginn der Geschichten oder Bücher kann da immer ganz unterschiedlich aussehen. Kommt ihr eine Idee oder auch nur ein Gedanke, notiert sie ihn in ihrem Notizbuch. „Organisatorisch schreiben kann ich aber überhaupt nicht“, erklärt sie. Das heißt die junge Autorin beginnt zu schreiben, wenn die Idee da ist, ohne selbst genau zu wissen, wie die Geschichte verläuft.

Drittes Buch über Namen

So war es auch bei ihrem dritten Buch, das sie stolz als „Mein Werk“ bezeichnet. Denn während sie sich zuvor immer von anderen Geschichten inspirieren ließ, kam die Idee in dem Buch allein von ihr. Hauptperson in dem dystopischen Buch ist ein Mädchen namens Therese und genau darum geht es auch: um das Thema Namen. „In der Welt, die ich in dem Buch erschaffen habe, ist jede Person durch ihren Namen determiniert. Sie bekommt ihre Bestimmung also durch ihren Namen. Ich beschäftigte mich damit, wenn die Personen, wie Therese, einen seltenen Namen und damit keine Bestimmung haben“, erklärt Lena Neukirchen.

Und das Buch hat auch eine Message, die ihr sehr wichtig ist: „Es ist so, dass Namen im Leben sehr viel ausmachen. Ich möchte mit dem Buch sagen, dass man ja eigentlich keine Namen braucht, auch wenn das so natürlich nicht geht“, erklärt sie. Aktuell ist das Buch noch in der Rohfassung, gerade liest ihre Mutter den Text und begutachtet ihn kritisch.

Traumberuf Autorin

Rund ein Jahr braucht Lena Neukirchen für ein Buch. Für eine Kurzgeschichte können es auch mal nur drei Stunden sein. Das alles später mal beruflich zu machen, kann sie sich gut vorstellen. „Das wäre natürlich ein Traum“, meint sie. Eine Alternative hat sie aber auch und zwar den Beruf Lektorin. Davor kommen für sie nun aber erst einmal noch einige Semester in der Uni. Zurzeit studiert sie in Münster im zweiten Bachelor-Semester, danach möchte die Studentin, die 2017 an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ihr Abitur gemacht hat, auch noch einen Master machen.

Autor:

Carolin Rau aus Lünen

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