Der Ampelbergmann - greift Mülheim eine Duisburger Idee auf?

Für den deutschen Steinkohlenbergbau stehen die Zeichen auf rot, in Duisburg gibt es nun ein grünen Ampelbergmann. Foto: Stadt Duisburg
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An den letzten Mülheimer Bergmann können sich nur noch die Älteren erinnern. Mit einer farbigen Maßnahme könnte die Erinnerung hochgehalten werden.

Es gibt das sehr nüchtern gehaltene Ampelmännchen, den herzigen Kollegen mit Hut aus der ehemaligen DDR, auch Ampelfrauen sind in rund einem Dutzend deutscher Städte zu sehen und es gab - in einer Art Gegenbewegung - auch einmal Bestrebungen, ein EU-weit einheitliches Ampelmännchen verbindlich zu etablieren. Jetzt gibt es etwas passendes für das einstige Kohlenrevier an der Ruhr.

Die Duisburger Journalistin Kathrin Hänig schlug in ihrer Stadt den Ampelbergmann vor. Dort nahm man diesen Vorschlag begeistert auf und nahm am Donnerstag letzter Woche die erste Lichtzeichenanlage mit diesen Symbolen in Betrieb.

BAMH für Ampelbergmann

Diese Idee griff nun Jochen Hartmann, Fraktionsvorsitzender der BAMH, auf. "Auch Mülheim hat eine große Bergbau-Tradition. Das Ende des Bergbaus in Deutschland 2018 führt zu zahlreichen Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen. Mülheim könnte ebenfalls einen kleinen und dauerhaften Beitrag der Erinnerung leisten", meint Hartmann.

Damit nicht unnötige Zusatzkosten entstehen solle die Anbringung des Bergmanns in Grün und Rot an Ampeln im Falle eines sowieso notwendig werdenden Austausches erfolgen, so Hartmann weiter.

Namens seiner Fraktion reichte er beim zuständigen städtischen Ausschuss nun den entsprechenden Antrag ein. Er besagt, dass an geeigneten Stellen im Stadtgebiet künftig Bergmanns-Ampelmännchen im Falle eines notwendig werdenden Austausches angebracht werden sollen, um auf diese Weise an die Kohle zu erinnern.

Der deutsche Steinkohlebergbau findet am 21. Dezember 2018 mit der letzten offiziellen Förderschicht auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop sein Ende. An den aktiven Bergbau in Mülheim können sich nur noch die Älteren erinnern. Bereits seit mehr als 52 Jahren ist hier "Schicht am Schacht". Am 29. Juli 1966 stellte die Zeche Rosenblumendelle in Heißen als letzter hiesiger Pütt die Förderung ein. Jochen Hartmann, Fraktionsvorsitzender der BAMH. Foto: Archiv

Für den deutschen Steinkohlenbergbau stehen die Zeichen auf rot, in Duisburg gibt es nun ein grünen Ampelbergmann. Foto: Stadt Duisburg
Jochen Hartmann, Fraktionsvorsitzender der BAMH. Foto: Archiv

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