MüGa: Grünes Herz der Stadt feiert Geburtstag

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Wie so oft waren auch in diesem Fall die Lager in der Stadt anfangs gespalten: Während die einen schon stolz mit einer Jahreskarte wedelten, waren die anderen immer noch der Meinung: „Alles Blödsinn!“ Die Rede ist von der Mülheimer Landesgartenschau MüGa, die den Mülheimern seit mittlerweile genau 20 Jahren als Naherholungsgebiet mitten in der Innenstadt dient - und die aus der Stadt am Fluss einfach nicht mehr wegzudenken ist.

„Denn“, da ist sich Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing & Tourismus GmbH (MST), sicher: „Mülheim wäre nicht Mülheim, wenn es dieses neue Stück Mülheim nicht gegeben hätte.“ Nicht nur, weil von diesem Projekt viele Impulse ausgingen. So sind der Ringlokschuppen instand gesetzt und die Camera Obscura aufgebaut worden. Auch touristisch hat die MüGa Mülheim vorangebracht. Außerdem: Das Gelände, auf dem heute die MüGa zu finden ist, war früher nicht mehr als ein Schrottplatz mit alten Gleiswegen, eine Industriebrache, „alles ganz fürchterlich“. Es wäre also traurig gewesen, hätte man auf die MüGa verzichten müssen.

Für den Erfolg des stadtteilübergreifenden Projektes sprechen die Zahlen: Über 1,35 Millionen Besucher wurden bisher gezählt.
Initiator der Mülheimer Landesgartenschau MüGa neben der damaligen Oberbürgermeisterin Eleonore Güllenstern war der frühere RWW-Geschäftsführer Gerd Müller. Ihre Vision: ein citynaher Bürgerpark - um die Lebensqualität zu verbessern und langfristig zu sichern.

46.000 Quadratmeter Rasen wurden ausgesäht, unzählige Blumen, Sträucher und Bäume geplanzt, es entstanden 2.840 Quadratmeter Spielfläche. 100 Millionen Mark hat die MüGa gekostet. Weil aber Müller und Güllenstern einen relativ innovativen Ansatz verfolgten, durften sie sich vieler Fördermittel sicher sein, sodass Zweidrittel der Kosten übernommen wurden.

Dass das Ansehen der MüGa in der vergangenen Zeit etwas gelitten hat, kann Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing & Tourismus GmbH (MST) und Nachfolgegesellschaft der MüGa-GmbH, nicht bestätigen. „Die Probleme sind überschaubar.“ Heike Blaeser-Metzger, Pressesprecherin der MST, ergänzt: „Es finden regelmäßige Treffen aller Beteiligten statt, um vor allem die soziale Sicherheit zu optimieren. An dem Sicherheitskonzept wird gefeilt, noch ist allerdings nichts spruchreif.“ Kommunikation sei jedoch ein bewährtes Mittel, Probleme aus der Welt zu schaffen.

Ebenso wichtig: Die MüGa ist langfristig gesichert und wird weiterhin bespielt. Das verspricht Inge Kammerichs. Schließlich ist sie eine „wunderbare Location für Veranstaltungen“, weiß auch Bernd Westhoff von der Veranstaltungsabteilung der MST.

Kein Wunder also, dass auch der 20. Geburtstag der MüGa entsprechend gefeiert wird. „Allerdings ganz unkompliziert“, wie Westhoff verspricht. Zum einen sind die Mitarbeiter durch Kirmes und Extraschicht gut eingebunden, zum anderen sollen die Mülheimer einfach den Park und sich selbst feiern.

Dennoch erwartet die Besucher am Sonntag, 1. Juli, zwischen 11 und 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Ein Fest im Park“: Auf der Bühne sorgen „Beafore“ und „DJ Gärtner der Lüste“ für die musikalische Unterhaltung, gleichzeitig findet im Jedermann im Ringlokschuppen ein Jazz-Frühschoppen statt. Eis serviert „Scotty, der Eismann“, anschließend können sich die Kinder auf der Hüpfburg austoben oder auf dem Bobby Car-Racing Track ihre Runden drehen. Ebenfalls mit dabei sind das Maskottchen vom MSV Duisburg sowie die Firma Frissen&Zohren, beauftragt mit der Pflege der Grünanlage. Zudem können Gutscheine für Süßes auf der Kirmes gewonnen werden. Der Eintritt ist frei, fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

Autor:

Lisa Peltzer aus Dinslaken

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