Ein Kraftakt in den Ferien - 25 Baumaßnahmen an Schulen und Kitas

V.l.: Kämmerer Uwe Bonan, Schulleiterin Birte Kellermann, Uwe Alex (Schulamt), Frank Buchwald (IS), Lydi Schallwig und Walter Stockamp (Schulamt) vor dem Pavillon an der Grundschule Krähenbüschken.
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  • V.l.: Kämmerer Uwe Bonan, Schulleiterin Birte Kellermann, Uwe Alex (Schulamt), Frank Buchwald (IS), Lydi Schallwig und Walter Stockamp (Schulamt) vor dem Pavillon an der Grundschule Krähenbüschken.
  • Foto: PR-Foto Köhring/KP
  • hochgeladen von Regina Tempel

Traditionell werden Baumaßnahmen an Schulen und Kindergärten gerne in den großen Ferien erledigt. In diesem Jahr laufen die Bauarbeiten jedoch auf besonderen Hochtouren. An insgesamt 25 Baustellen mit einem Investitionsvolumen von 3,6 Millionen Euro wurde über die sechs Wochen gearbeitet, und die meisten von ihnen mussten innerhalb dieser Zeit auch fertiggestellt werden.

Rechtsanspruch auf KInderbetreuung

Grund dafür ist unter anderem der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung auch für unter Dreijährige, der inzwischen in Kraft getreten ist.
So musste innerhalb der Ferien das Grundschulgebäude an der Kurfürstenstraße in eine Kita umgebaut werden (wir berichteten). Bereits abgeschlossen ist der Umbau der Container auf dem Schulhof der Gustav-Heinemann-Schule (Kosten 300.000 Euro). Hier ziehen für zwei Jahre der Sprachheilkindergarten, der vorher in Räumen der Schildbergschule beheimatet war, und U3-Kinder ein.

„Im Vorfeld wurde das heiß diskutiert, aber inzwischen sind alle zufrieden, es ist sehr schön geworden“, weiß Frank Buchwald, Leiter des ImmobilienService. Innerhalb der nächsten Jahre wird der Kindergarten aber aufgrund der angestrebten Inklusion (Integration von behinderten Kindern in Gruppen beziehungsweise Klassen mit gesunden Kindern) aufgelöst.

Zeitgleich mit dem Umbau der Container für den Sprachheilkindergarten wurden die Räumlichkeiten in der Schildbergschule, die der Kindergarten bis dahin genutzt hatte, für die Bedürfnisse von Grundschülern umgebaut. Denn die Grundschule braucht den Platz selber für steigende Schülerzahlen (Kosten 150.000 Euro).

Umsetzung von Pavillonanlage

Eine logistische Meisterleistung war die Umsetzung der vierklassigen Pavillonanlage von der Grundschule am Sunderplatz in Heißen zur Grundschule am Krähenbüschken in Broich. „Ich bin froh, dass alles heil geblieben ist“, gesteht Walter Stockamp, Leiter des Planungsdienstes im ImmobilienService. Denn schließlich seien die Räume gefliest gewesen, die Tafeln habe man festgebunden. „Das war eine knifflige Aufgabe. Wir mussten Leitungen, Wasserversorgung, Elektroanschlüsse, EDV und Brandmeldeanlagen uminstallieren“, erzählt er. So habe man am neuen Standort erst nach dem Durchspülen des Kanalrohres den nahen Wasseranschluss gefunden, medl musste noch die Heizwärme verlegen. Dennoch liegt man im Zeitplan, ab dem 2. September kann der neue Pavillon genutzt werden.

Sechs Ganztagsgruppen

Er wurde dringend gebraucht, weil die Grundschule eine sechste Gruppe für die Offene Ganztagsbetreuung eingerichtet hat. Damit gehen von 242 Kindern 151 in die Ganztagsgruppen. Dafür wurden nicht nur zusätzliche Räume, sondern auch eine größere Küche und ein zweiter Eßraum benötigt. „Die Ganztagsgruppen finden nun im Hauptgebäude ihren Platz und nicht wie vorher am Rande des Geländes, so dass auch nachmittags hier mehr Leben im Haus ist. Der Pavillon wird dann für normale Unterrichtsstunden genutzt“, erklärt Schulleiterin Birte Kellermann.

Weitere umfangreiche Baustellen findet man im denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäude an der Schlägelstraße. Hier wird das Ober- und Dachgeschoss für 400.000 Euro in einen viergruppigen Kindergarten umgebaut. Dort einziehen sollen unter anderem die beiden Gruppen der Kita Eberhardstraße, die wegen Schadstoffbelastung schließen musste. Die 40 Kinder sind im Moment auf zwei andere Einrichtungen verteilt, ab November ziehen sie in ihr neues Domizil.

Am meisten wird im Moment im Gymnasium Broich investiert. Dort wird seit Monaten ein neues Schulgebäude hochgezogen. Sobald es im November fertiggestellt ist, wird der Altbau abgerissen. Kostenpunkt insgesamt: 1,2 Millionen Euro.

„Alles in allem waren diese Sommerferien eine echte Herausforderung“, betont Kämmerer Uwe Bonan als zuständiger Dezernent. Personal musste umgeschichtet, viele Überstunden geleistet werden. Deshalb gebühre den Mitarbeitern ein besonderes Lob. Alle Maßnahmen werden soweit beendet, dass Schulen und Kitas ihren Betrieb aufnehmen können und allenfalls Restarbeiten notwendig sind.

Zahlen und Fakten:

>>Sieben Maßnahmen wurden in Kitas durchgeführt, sechs Maßnahmen zur Umsetzung des Bildungsentwicklungsplanes und zwölf im Brandschutzbereich.
>>Es wurden 85 neue WCs und 131 Waschbecken installiert.
>>Es wurden neun verschiedene Räumlichkeiten mit einer Fläche von rund 5600 Quadratmetern neu für die Betreuung von unter Dreijährigen umgebaut.
>>13.000 Eimer Schutt wurden entfernt, 80.000 Meter Stromkabel gelegt und 4650 Quadratmeter Wandfläche gestrichen - in der Regel von lokalen Firmen.

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