Spaltpilz

Da gute Texte nicht an Aktualität verlieren, möchte ich Ihnen nicht den Leserbrief von Herrn Steen Stenken vorenthalten, den die WAZ  nicht abgedruckt hat:

"VHS in der Müga: Ein Spaltpilz

Während man in ganz Europa am 8.9.19 den Tag des offenen Denkmals beging, wurde in Mülheim eines der schönsten und gleichzeitig für alle Teile der Bevölkerung nützlichsten Denkmale, nämlich die VHS in der Müga, wie ein anrüchiger Schandfleck aus der Liste der Denkmalkandidaten isoliert und ausgegrenzt. Dies fand statt nicht nur im Auftrag der Stadt sondern auch mit Unterstützung der „großen“ Parteien (SPD, Grüne, CDU). Diesbezüglich deutet das Verhalten der Stadt schon seit Jahren darauf hin, dass ihr (insbesondere des Kämmerers) Ziel die Eliminierung der VHS in der Müga ist. Daran wurde auf geradezu besessene Art gearbeitet. Dafür scheinen der Stadt noch immer alle Mittel recht zu sein. Neuerdings wird die Methode des Ausspielens des jüngeren Teils der Bevölkerung (z.B. Sporttreibende) gegen den älteren Teil (z.B. Ü30-80) eingesetzt. Was da mit Eifer betrieben wird, ist eine Spaltung der Mülheimer Gesellschaft/Bevölkerung nach dem Motto: “Schulen, Schwimmbäder und Kindergärten gegen Volkshochschule“. Die Vorgehensweise der Stadt war/ist, für überzogene, z.T. überflüssige „Sanierungen“ der VHS möglichst hohe Kosten anzusetzen und dabei kostenlose Angebote auf arrogante Weise abzulehnen. Grund: Kostenlose Angebote würden die ‚Hochpreispolitik‘ gefährden. Es soll nämlich der Eindruck entstehen, dass wegen der konstruierten „irrehohen Kosten“ (> 30 Mio €) für die VHS, die anderen, durchaus berechtigten Sanierungen (für Schulen, Sport etc) leer ausgehen würden. Fakt ist jedoch, dass der Rat der Stadt frei ist zu entscheiden, für welche Massnahme er in welcher Reihenfolge und zu welcher Zeit sein Geld ausgeben will. So kann der Rat jederzeit eine Prioritätenliste für die durchzuführenden Renovierungen erstellen und danach abarbeiten. Es ist auf keinen Fall hinnehmbar, dass bestimmte Mitglieder der Stadtverwaltung einen solchen naheliegenden konstruktiven und für alle Bürger vorteilhaften Weg nicht gehen wollen und stattdessen ihre Aufgabe darin sehen, mit populistischen Verzerrungen und Spaltungsversuchen Frustration, Unruhe und Wertverlust der Stadt zu generieren.
Momentan liegt jedoch ein Fall vor, wo statt populistischer Verzerrungen und Spaltungsversuche von der Stadt nur ehrliche sachbezogene Argumente und Entscheidungen zu einem Fortschritt für die Stadt führen können. Demagogie gehört nicht dazu. "

Wie wir heute wissen, haben sich die Mülheimer Bürger dieser Demagogie widersetzt

Autor:

Kirsten Grunau aus Mülheim an der Ruhr

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