Nur ein Drachenkopf blieb auf der Strecke

Die "HoHoHo Clochard" gewannen am Samstag wieder den Outfit-Pokal. | Foto: Nicole Trucksess
  • Die "HoHoHo Clochard" gewannen am Samstag wieder den Outfit-Pokal.
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Sonne, Wasser und viel Action - was will man mehr für einen schönen Wochenendtag. Die Organisatoren des Drachenboot-Festivals freuten sich über einen tollen Auftakt des Drachenboot-Festivals am Samstag. Auch der kühlere und feuchtere Sonntag konnte die Bilanz nicht trüben.
Gefreut hat sich auch das Team der Müwomania, des Leserbootes der Mülheimer Woche. War der Samstag doch der ideale Renntag. Die Leser legten sich in beiden Vorläufen ordentlich in die Riemen. Am Ende sprang der 12. Platz heraus, nur wenige Zehntelsekunden fehlten zu den davorliegenden Plätzen. Aber nicht das sportliche Ergebnis stand im Vordergrund, sondern der Spaß an der Sache. „Man lernt mal ganz neue Leute kennen, außerdem ist das eine tolle Atmosphäre“, freut sich eine Teilnehmerin. Zwischen beiden Rennen wurde viel gequatscht, andere Teams angefeuert oder über das Gelände gebummelt. Auch für Getränke und Essen war gesorgt - dank Sponsor Schloßquelle, der MW und den Backkünsten einiger Leser.
Neben den Rennen in den verschiedenen Cups begeisterte auch das Verfolgungsrennen, das den Renntag am Samstag abschloss. Acht Mannschaften aus dem Funsport-Bereich absolvierten 1000 Meter mit zwei Wenden. „Das war ein Rennen für Funsport-Profis“, berichtet DJK-Organisationsleiter Sven Stockamp. „Mit den „Masters of Desaster“ gewannen den Pokal folglich auch echte „alte Drachenboot-Hasen“.
Auch ein kleiner Zwischenfall verlief harmlos: Erstmals seit Jahren kenterte wieder ein Boot. Das Team hatte sich wohl bei der Aufstellung zum Start bei der Wende hinter der Eisenbahnbrücke zu sehr ins Zeug gelegt. Alle Teammitglieder kamen heil ans Ufer und durften ihren Vorlauf bei einem anderen Rennen nachholen.
Auch sonst zog Stockamp eine positive, durchaus humorvolle Bilanz: „Ein Drachenkopf getötet, disziplinierte Teams an beiden Tagen, schöne Outfits, phantastische stimmungsvolle Siegerehrung, aber die Parteien nehmen es zu ernst mit dem Ergebnis.“ Den Parteienlauf am Sonntag gewann mit einem Riesenvorsprung die SPD vor MBI, FDP, CDU, Grünen und Piratenpartei.
Bei der Siegerehrung am Samstagabend ließen sich die drei erstplatzierten Mannschaften eines jeden Cups begeistert von den anderen Teams und Zuschauern auf der großen Bühne feiern. Keine Premiere war der Outfit-Pokal für die „Ho Ho Ho Clochard“, die bereits mehrmals die begehrte Trophäe abräumten: diesmal mit ihrer „Inszenierung“ zum Thema Weihnachten.
Anschließend ging es mit der Drachenparty und dem anschließenden Höhenfeuerwerk weiter.
Der Sonntag zeigte sich von einer trüben Seite, bot aber viele weitere spannende Rennen und als neuen Höhepunkt den 1. Achter Ruder Mülheim-Cup. Die Trophäe holte sich Bundesligist Emscher Hammer vor Lokalmatador Sprintteam Mülheim, gefolgt von dem Rhein-Ruhr Achter und dem All Youngsters Ruhr. Der Outfit-Pokal am Sonntag ging an die Martin von Tours-Schule.
Zufriedene Gesichter gab es auch bei der Mülheimer Stadtmarketing, mit dem MSS und dem MSB Partner der DJK Ruhrwacht bei der Organisation der Veranstaltung. Das Konzept, die Gastronomie auf einem Platz zu konzentrieren, hat sich bewährt. Gut besucht waren auch der Spieleparcours der MülheimPartner und die RWE-Erlebniswelt. Radio Mülheim bot dem Nachwuchs die Möglichkeit, im Kinderstudio die Kindernachrichten zu verlesen.
MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs zollt allen Akteuren ein dickes Lob: „Das Zusammenspiel hat wieder bestens funktioniert – bei einer solchen Großveranstaltung mit engem Zeitplan, 137 Teams und Tausenden von Besuchern eine echte logistische Leistung!“
Die kompletten Rennergebnisse von beiden Tagen sind im Internet einzusehen auf der Homepage der DJK Ruhrwacht www.djk-ruhrwacht.de.

Unsere Fotografin Nicole Trucksess hat viele Eindrücke des Drachenboot-Festivals im Bild festgehalten. Die komplette Bildergalerie finden Sie auf der Startseite. Dabei sind auch Fotos der Siegermannschaften. Es fehlen jedoch „Masters of Desasters“, die gleich zwei Pokale holten. Sie spritzten so ausgelassen mit Sekt von der Bühne, dass sie ihre Fotos praktisch im Alkohol ertränkt haben.

Autor:

Regina Tempel aus Mülheim an der Ruhr

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