Der Euro - Kitt oder Dynamit -

Im prozentualen Vergleich sind die realen Lohnstückkosten in Frankreich um 6 Prozent höher als bei uns Deutschland. Seit 2000 der Einführung des Euro sanken die Lohnstückkosten in Deutschland von der Basis im Jahre 2000 um 3 % und stiegen im gleichen Maße in Frankreich. 2007 waren die Differenz 10 Prozent zu Gunsten der Deutschen Exportindustrie.

Der Grund liegt in den geringen Lohnsteigerungen in der Nähe der Inflation ohne Ausgleich der Produktionssteigerung. Diesen Vorteil konnte die deutsche Industrie voll im Export ausspielen und schwächte damit die Unternehmen in den anderen Ländern. Daraus resultieren einerseits die Exportüberschüsse andererseits die Arbeitslosigkeit und die Verarmung in den Importländern.

Die Bescheidenheit der deutschen Arbeitnehmer steigert allein den Gewinn der Großunternehmen und die Steuereinnahmen der Regierung letztendlich zu Lasten der Bewohner der Importländer.

Von Athen bis Lissabon hat sich eine breite Meinungsfront gebildet, die am deutschen Wesen der Einsparungen bei Löhnen und Renten nicht genesen will.

Alle Regierungen verlangen billigere Kredite. Die EZB macht´s möglich. Die Großbanken und die (Gross)Industrie genesen. Die Aktien haben ein historisches Hoch erreicht. Das Auseinanderdriften Europas wird beschleunigt.

D e u t s c h l a n d darf sich nicht weiter selbst i s o l i e r e n .

Nicht der Euro hat die Schuld. Die Vergleichbarkeit durch den Euro zeigt die unterschiedliche Behandlung der Arbeitnehmer und damit die Misere der fehlenden Lohnsteigerungen, des fehlenden Mindestlohnes und damit die fehlende Kaufkraft im Konsum.

Die Transparenz muss es uns Wert sein, den Euro zu erhalten. Das Parlament in Brüssel muss gestärkt werden. Europa braucht eine handlungsfähige Regierung mit eigenen Befugnissen, nicht 27 Kommissare und darüber die nationalen Regierungschef´s.

Mit den Bundestagswahlen im September werden die ersten Weichen für die Europawahlen in 2014 gestellt.

Autor:

Siegfried Räbiger aus Oberhausen

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