Deutschland, deine Sklaven

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Deutschlands Wirtschaft wächst, die Arbeitslosenzahl schrumpft, die Lohnsummen steigen: «Der großen Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger ging es noch nie so gut wie heute», Mit dieser Kernbotschaft betreibt die CDU Wahlkampf. Die SPD jubiliert in der Präambel ihres Wahlprogramms mit: «Hier arbeiten motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ebenso wie selbstbewusste Gewerkschaften und erfolgreiche Unternehmen in einer starken sozialen Marktwirtschaft zusammen.» Die Fakten stimmen, doch ist dies Ausdruck einer «sozialen Marktwirtschaft» oder muss hier Gerechtigkeit bezweifelt werden.

Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit- und Minijobs. Dort ist von Lohnsteigerungen, abgesehen von dem Mindestlohn, so gut wie nichts zu spüren. So etwa bei den Paketdiensten, im Baugewerbe, in der Pflege und Gastronomie. Im Deutschlandfunk Kultur vom 28.8.2017 bezeichnet Uwe Bork dies im Beitrag als «Sklavenmarkt»: «Die Beschäftigtenquote in Deutschland hat in den letzten Jahren zwar zugenommen, gleichzeitig ist jedoch – von der Bundesregierung zumindest billigend in Kauf genommen – auch der Niedriglohnsektor überdurchschnittlich gewachsen.

Massiver Anstieg der Erwerbsarmut

Der Beitrag stützt sich auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes vom Juli 2017. Dort heißt es, dass Deutschland den stärksten Anstieg von Erwerbsarmut innerhalb der EU zu verzeichnen hat: «Zwischen 2004 und 2014 hat sich der Anteil der ‘Working Poor’ an allen Erwerbstätigen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren verdoppelt.» Die Forscher bezeichnen dies als «besonders bemerkenswert», weil die Beschäftigungsrate im gleichen Zeitraum stärker als in jedem anderen europäischen Land gestiegen sei.

Fazit:

Mehr Arbeit ist keine Garantie für weniger Armut – zumindest dann nicht, wenn die neuen Jobs niedrig entlohnt werden und/oder nur einen geringen Umfang haben.
Die Einführung des Mindestlohns war ein erster Schritt zur Reduzierung der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen. Sollen Rentner nicht zur Arbeit bis zum Tode gezwungen sein, ist eine Mindestrente für alle von 1.000 €uro das Ziel in einer sozialen Marktwirtschaft.

Das emotionale Argument >>Jung gegen Alt

Autor:

Siegfried Räbiger aus Oberhausen

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