Heftige Regenschauer überfluten Straßen und Bauernhöfe mit Schlamm und Wassermassen
Mit Video: “Land unter” in Unna-Dreihausen

Landschaftsbau-Facharbeiter Uli Lockner will seinen Augen nicht trauen: Schon wieder „Land unter“ in Dreihausen. Fotos: Anja Jungvogel
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+++ Update 19.30 Uhr +++ Die Straße Dreihausen ist bis zum nächsten Morgen wieder befahrbar +++ Ab 6 Uhr morgens des folgenden Tages (13.6.) beginnen die nächsten Ausbagger-Arbeiten. Ein Spülwagen der Stadtbetriebe Unna wurde angefordert und soll die Rohre reinigen. +++

Nach den heftigen Regenfällen Ende letzten Monats (wir berichteten), die dazu geführt hatten, dass viele Felder in Unna-Dreihausen unterspült worden sind und auch die B1 in Werl-Büderich kurzzeitig gesperrt werden musste, ist heute schon wieder “Land unter” in dem beschaulichen Dorf zwischen Unna und Werl.

Die Stadt Unna hatte nach den letzten Unwetterschäden eine Landschaftsbaufirma aus Lünen mit 24-Stunden-Dienst beauftragt, in Dreihausen an den Feldern Deiche zu setzen, Wassergräben auszubauen bzw. auszubaggern und Hecken zu beschneiden.
Diese Maßnahmen sind noch nicht ganz abgeschlossen, da kommt schon die nächste Sturzflut.
Facharbeiter Uli Lockner von der Firma “Baum- und Landschaftspflege Taxus“, war gerade noch der Ansicht, dass die neuen Gräben halten würden, als die braune Schlammbrühe schon wieder über die Ufer trat und die Straße somit unbefahrbar machte.
Schnell rief er die Kollegen an. Jetzt hilft nur noch “pumpen, was das Zeug hält“.
Eine Anwohnerin, deren Hof zur gleichen Zeit zu überfluten drohte, stand mit Schirm und Gummistiefeln mitten in den Wassermassen. “Ich halte das Ausbaggern der Gräben für keine gute Dauerlösung. Die Stadt Unna müsste die Abflussrohre vergrößern lassen”, meint sie.
Bautechniker Kai Weile von der Stadt Unna, der für den Bereich "Straßenunterhaltung" verantwortlich ist, antwortet darauf: "Unsere Gräben und Abflussrohre sind dazu da, das Straßenwasser aufzunehmen und abzuleiten. Der Schlamm bzw. alles, was von den Feldern kommt, liegt nicht in unserem Verantwortungsbereich." Darum müssten sich die Bauern oder auch die Landwirtschaftskammer kümmern.
Nach dem Starkregen hat nun ein Spülwagen die Rohre wieder gereinigt. Die Firma Taxus entleert die Gräben aufs Neue. Bis zum nächsten Platzregen ist jetzt alles erst einmal wieder gut.

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